IDC blickt in die Kristallkugel

Smartphone-Verkäufe schrumpfen – aber Analysten sehen Licht am Horizont

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IDC hat die Daten der weltweiten Smartphone-Verkäufe ausgewertet. Der Marktforscher stellte deutliche Abnahmen fest. Dennoch verspricht IDC ein zukünftiges Wachstum.

(Source: Hal Gatewood / unsplash.com)
(Source: Hal Gatewood / unsplash.com)

Die Anzahl verkaufter Smartphones ist 2018 auf 355 Millionen Einheiten geskunden. Ein Rückgang von 6 Prozent, wie IDC mitteilt. Die vergangenen drei Quartale sahen gemäss dem Marktforscher eine konstante Schmälerung.

IDC nennt hierfür zwei bedeutende Faktoren: die Verkäufe von Samsung-Geräten und der Consumer-Markt in China. Obwohl Samsung mit über 20 Prozent den grössten Marktanteil aufweist, fielen die Verkaufszahlen des koreanischen Herstellers um 13 Prozent. China ist derweil der stärkste geographische Markt für Smartphones. Doch laut IDC gingen die Verkäufe über sechs Quartale hinweg um 11 Prozent zurück.

Der Marktforscher ist aber davon überzeugt, dass die Marktzahlen nächstes Jahr wieder steigen sollen. Es sei aber noch zu früh, um Genaueres über das bevorstehende Wachstum zu sagen. Die Abnahmen im chinesischen Markt werden sich auf 2019 hin wieder verlangsamen und in Wachstum umwandeln, wie IDC verspricht.

Stand der grössten drei Marken

In der Rangliste von IDC holt Huawei zu Samsung auf und steht an zweiter Stelle. Wachsende Märkte wie Indien und Indonesien würden Samsungs Position auch herausfordern ‒ der rasante Wachstum von chinesischen Marken wie etwa Xiaomi, Oppo und Vivo sollen dort eine Rolle spielen. Obwohl Samsungs Markteinführung der "Galaxy Note 9" erfolgreich war, würde der Hersteller momentan in mittleren und unteren Preissegmenten Anteile verlieren. Ein Wandel im Produktportfolio sowie ein stärkeres Augenmerk auf Modelle neben ihren Flaggschiffen dürften laut IDC dort für Abhilfe schaffen.

Obwohl Huaweis Marktanteil gegenüber vergangenes Quartal gefallen sei, bleibt das Unternehmen an zweiter Stelle für zwei aufeinander folgende Quartale. IDC rechnet das der Produktpalette von Huawei an: die P- und Mate-Serien lassen Huawei im umkämpften Markt gut dastehen und die Honor-Marke kommt gut beim jüngeren Publikum an.

Mit einem Anstieg von 0,5 Prozent seien Apple-Geräte leicht mehr als vor einem Jahr verkauft worden. Die XS, XS Max und XR-Verkäufe, sowie die reduzierten Preise ihrer älteren Geräte-Serien helfen Apple, ein über alle Preiskategorien ausbalanciertes Portfolio aufzuweisen.

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