Entwicklerkonferenz Build

Microsoft pusht Azure und schweigt zu Apps

Uhr | Aktualisiert

Azure ist derzeit Microsofts Zugpferd Nummer eins. Das machte der Softwareriese an seiner Entwicklerkonferenz Build deutlich. Windows und Applikationen waren jedoch kaum ein Thema.

Microsoft-CEO Satya Nadella an der Entwicklerkonferenz Build 2019. (Source: zVgt)
Microsoft-CEO Satya Nadella an der Entwicklerkonferenz Build 2019. (Source: zVgt)

Microsoft hat an seiner Entwicklerkonferenz Build seine Vision für die Zukunft präsentiert. Die neuen Entwicklertools drehen sich allesamt um das Fundament des Unternehmens: Azure. Der Cloud-Dienst solle zur Infrastruktur der modernen Arbeitswelt, zum "Computer der Welt" werden, sagte CEO Satya Nadella in seiner Keynote, wie "Spiegel Online" berichtet.

Microsoft will sich stärker als Cloud-Dienstleister positionieren. Deswegen müssten Entwickler ihre Applikationen mehr und mehr um diese Dienste herumstricken, berichtet "Heise.de".

Fluid: neues Framework mit schlauen Agenten

Noch in diesem Jahr werde Microsoft ein neues Web-Framework namens Fluid auf den Markt bringen. Die Entwicklungsumgebung solle kollaboratives, applikationsübergreifendes Arbeiten erleichtern. So könnten mehrere Menschen an verschiedenen Orten und mit verschiedenen Anwendungen gemeinsam arbeiten.

"Intelligente Agenten" wie sogenannte Fluid Bots sollen dabei helfen, indem sie etwa Text während des Eintippens in andere Sprachen übersetzen, schreibt Spiegel Online. Die "intelligenten Agenten" sollen auch Microsofts Sprachassistentin Cortana verbessern. Neue Algorithmen und Modelle sollen es Cortana ermöglichen, natürliche Sprache besser, weil kontextabhängig zu verstehen.

Azure und Github gehen Hand in Hand

Entwickler, die Code bei Github hosten und Azure nutzen, dürften von der Integration beider Benutzerverwaltungen profitieren, berichtet Heise. Zukünftig sei es möglich, sich mit dem Github-Account bei Azure anzumelden.

Handkehrum könnten Unternehmen, die Microsofts Online-Anmeldedienst Azure Active Directory nutzen, dieses mit Github Enterprise verknüpfen. So liessen sich Entwicklerteams einfacher koordinieren.

An seiner letzthährigen Hausmessegnite stellte Microsoft jede Menge neue Funktionen für deine Azure-Cloud vor. Lesen Sie hier mehr dazu.

Neuer Suchdienst für Unternehmenskunden

Der neue Suchdienst Microsoft Search sei nun bereit für den Einsatz in Unternehmen. Microsoft hatte die cloudbasierte Suche Ende 2018 angekündigt. Der Dienst werde in Windows und Office integriert und diene dazu, unternehmensinterne Suchergebnisse aus zahlreichen Quellen zusammenzutragen. Entwickler könnten mit der Suche eigene Anwendungen über APIs anbinden.

Mit einem Klick im Startmenü sollen die Nutzer Kontakte und Office-Dokumente aus der gesamten Organisation finden. KI-basierte Suchvorschläge sollen kontextabhängig angezeigt werden, je nach aktueller Tätigkeit.

Etwas gruselig sei die Idee hinter der Funktion "Zero Query Typing", heisst es bei Heise. Mit einem Klick auf das Suchfeld erahne das System, was der Nutzer gerade tut und was ihn interessieren könnte.

Edge bekommt einen Internet-Explorer-Modus

Microsoft spendiert seinem Webbrowser Edge einen Internet-Explorer-Modus. So liessen sich veraltete Unternehmensapplikationen, die etwa auf ActiveX basieren, weiter nutzen. Microsoft zufolge nutzen weltweit noch 60 Prozent aller Unternehmen solche veralteten Programme, wie Spiegel Online weiter schreibt.

Zudem könnten Edge-Nutzer aus drei neuen Privatsphäre-Einstellung auswählen: unrestricted, balanced und strict. Je nach Auswahl soll Edge einschränken, inwieweit Tracker den Nutzer durchs ganze Web verfolgen können. Im strikten Modus würden einige Websites möglicherweise unbrauchbar sein, obwohl der Browser keineswegs alle Werbeelemente blockiert. Warum diese Optionen besser sein sollen als die diversen Ad- und Skriptblocker-Add-ons, die mit der kommenden Edge-Generation kompatibel sein sollten, wurde gemäss dem Spiegel-Bericht allerdings nicht klar.

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