Schweizer Hersteller beschwichtigt

Forscher hackt Sicherheitsschloss von Dormakaba

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Sicherheitsschlösser des Schweizer Herstellers Dormakaba lassen sich hacken. Wie das funktioniert, will ein Sicherheitsforscher an der Hackerkonferenz Defcon zeigen. Der Hersteller sieht allerdings keine Probleme.

(Source: TheDigitalWay / Pixabay.de)
(Source: TheDigitalWay / Pixabay.de)

Einem Sicherheitsforscher ist es gelungen, Schlösser des Schweizer Herstellers Dormakaba zu knacken, wie Reuters berichtet. Die Schlösser kommen nicht nur in Bankomaten, sondern auch für den Schutz militärischer Einrichtungen zum Einsatz.

Um die Schlösser auszuhebeln, muss der Hacker deren Stromverbrauch überwachen. Daraus kann er Rückschlüsse über die Funktion des Gerätes ziehen. Davis hat dazu mit Ausrüstung im Wert von 5000 US-Dollar gearbeitet. Sein genaues Vorgehen will er an der derzeit stattfindenden Hackerkonferenz Defcon präsentieren.

Hersteller sieht keine Probleme

Dormakaba will die Befunde des Forschers gemäss Reuters von einer externen Firma überprüfen lassen. Die Schlösser funktionierten im realen Umfeld wie vorgesehen, lässt sich Dormakaba-Manager Jim Mills zitieren. Auch Forscher Davis räumt ein, er habe die Schlösser lediglich im einfachsten Verriegelungsmodus angegriffen. Wer die Produkte im realen Umfeld einsetzt, verwendet üblicherweise weitere Sicherheitsmechanismen.

Immerhin: Bei der jüngsten Version des Schlosses mit der Modellbezeichnung X-10 konnte auch Davis nichts mehr ausrichten. Diese Verbesserung habe aber nicht mit den Befunden zu tun, teilt Dormakaba mit.

Die Schweizer Firma Dormakaba ist mittlerweile in mehr als 130 Ländern tätig. 2018 wurde sie von Thomson Reuters in die Liste der 100 wichtigsten Tech-Firmen aufgenommen. Hier erfahren Sie, wer sonst noch darauf steht.

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