Satellitenteile aus dem Drucker

NASA will 3-D-Drucker ins All schiessen

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Die NASA hat über 70 Millionen US-Dollar in das Mini-Raumschiff Archinaut One investiert. Es soll im Weltall via 3-D-Druckverfahren Teile für andere Raumschiffe herstellen.

(Source: NASA / Unsplash)
(Source: NASA / Unsplash)

Ab 2022 will die NASA im Weltraum mittels 3-D-Druck Teile für Raumschiffe herstellen. Für das Projekt steckte die Weltraumorganisation 73,7 Millionen US-Dollar in das Unternehmen Made In Space. Dieses ist gemäss NASA auf die Entwicklung und Herstellung von 3-D-Druckern für den Einsatz in der Schwerelosigkeit spezialisiert.

An Bord einer Elektronen-Rakete soll das Mini-Raumschiff Archinaut One ins all geschossen werden. Archinaut One soll nicht nur Komponenten für andere Raumschiffe ausdrucken. Sobald das Mini-Raumschiff positioniert sei, beginne es mit dem Druck zweier 10 Meter langer seitlicher Solarpanels. Wie die NASA schreibt, erzeugen diese fünfmal mehr Energie als herkömmliche Solarmodule.

Im Video sehen Sie, wie der 3-D-Druck um All funktionieren soll:

 

Das Potenzial für den 3-D-Druck im All sei gross. Die NASA erhofft sich folgende Vorteile und Anwendungen daraus:

  • Aufbau von Kommunikationsantennen, grossen Weltraumteleskopen und anderen komplexen Strukturen im Weltraum.

  • Die Möglichkeit, Kleinsatelliten mit grossflächigen Energiesystemen und Reflektoren auszustatten, die bisher für grosse Satelliten reserviert waren.

  • Beseitigung der Volumenbegrenzungen für Raumfahrzeuge durch Raketen.

  • Geringere Risiken für Astronauten bei Reparaturen, da sie dafür weniger häufig das Raumschiff verlassen müssen.

Die Arbeiten am Projekt begannen 2016. Bei Tests in einer thermischen Vakuumkammer zeigte sich laut NASA, dass die Druckerausrüstung und die Hardware dem Druck und der Temperatur, sowie anderen Belastungen im Weltraum standhalten.

Auch in der Medizin- und Pharmaforschung kommen 3-D-Drucker zum Einsatz. Bioprinting nennt sich das Drucken von menschlichem Gewebe. Was genau hinter der Technologie steckt und wozu sie verwendet wird, Lesen Sie im Beitrag "Bioprinting: Wenn der 3-D-Drucker menschliches Gewebe ausspuckt".

 

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