Zahlen von Context

Corona hilft dem Druckermarkt, aber nicht in der Schweiz

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Die Coronakrise hat dafür gesorgt, dass in Europa mehr Drucker verkauft wurden. Allerdings sanken in den meisten Ländern die Einnahmen trotz höherem Stückzahlenverkauf. Die Schweiz verzeichnete sowohl was Einnahmen als auch Verkaufszahlen angeht einen Rückgang.

(Source: paylessimages / iStock.com)
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Dank des Corona-bedingten Lockdowns haben die Druckerverkäufe in Europa zugelegt. Innerhalb der ersten 18 Wochen verkauften Distributoren um 2,2 Prozent mehr Geräte als im gleichen Zeitraum 2019. Das geht aus einer Studie des Marktforschers Context hervor. Besonders stark war der Anstieg der Verkäufe in den Wochen 12 und 14. In ersterer betrug die Zunahme 52 Prozent. In Woche 14 waren es 72 Prozent.

"Die neuesten Daten zeigen, dass Drucker, obwohl sie für das Arbeiten und Lernen zuhause nicht so wichtig sind wie Produkte wie Computer und Headsets, im März und April populärer wurden, da die Haushalte den Wert eines Gerätes in einer Zeit der Massenschliessungen von Schulen und Büros zu erkennen begannen", sagt Antonio Talia, Leiter der Business Analysts bei Context.

Trotz gestiegener Verkaufszahlen sanken die Einnahmen im ersten Quartal 2020 gegenüber dem Vorjahresquartal. 10,6 Prozent weniger nahmen die Distributoren ein. Diese Entwicklung sei auf sinkende ASPs und eine stärkere Konzentration auf billigere Einsteiger- und Mittelklassemodelle bei den Verbraucherprodukten zurückzuführen. Laut Context machte das Verbrauchergeschäft in den ersten 18 Wochen dieses Jahres 64 Prozent des Gesamtumsatzes aus.

In der Schweiz sanken Einnahmen und Verkaufszahlen

Während einige Länder wie Spanien, Portugal und Schweden sowohl die Verkaufszahlen als auch die Einnahmen steigerten, verzeichnete die Schweiz in beiden Bereichen einen Rückgang. Hierzulande wurden um 3,7 Prozent weniger Geräte verkauft als 2019. Die Einnahmen gingen um 0,5 Prozent zurück.

Spitzenreiter was die Verkaufszahlen angeht, war Polen mit einem Anstieg von 15,2 Prozent. Das stärkste Einnahmenwachstum hatte Schweden mit 7,7 Prozent. In Norwegen sanken die Einnahmen am stärksten (minus 24,3 Prozent). Den stärksten Rückgang bei den verkauften Geräten erlebte die Slowakei mit minus 8,6 Prozent. Genaueres entnehmen Sie der Tabelle:

Brother legte am meisten zu

Ein Blick auf die Hersteller zeigt: Bei Brother stieg der Umsatz im Consumer-Bereich am stärksten. Der Hersteller mit Sitz in Japan legte um 33 Prozent zu. Dahinter folgen Canon (plus 18 Prozent), HP (plus 17 Prozent) und Epson (plus 11 Prozent). Auch im Enterprise-Segment steigerte Brother die Einnahmen (um 17 Prozent). Canon legte um 16 Prozent zu, Xerox um14 Prozent und Epson um 10 Prozent.

Tintenstrahl-MFPs und SFPs waren die Gewinner bei den meistverkauften Produkten: Die europäischen Distributoren verkauften in fast jeder Woche mehr dieser Modelle als zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2019, heisst es in der Studie. Ein Mangel an Verbraucherdruckern habe viele Konsumenten zum Kauf von Business-Tintenstrahl-MFPs der Einstiegsklasse gezwungen, was zu steigenden Einnahmen geführt habe. Es wurden um 30 Prozent mehr Tintenstrahldrucker verkauft als vor einem Jahr. Bei den Laserdruckern gingen die Verkäufe dagegen um 7,2 Prozent zurück. Was genau einen Inkjet von einem Laserdrucker unterscheidet, können Sie hier nachlesen.

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DPF8_181603

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