Uber verkauft jetzt seine Software an Dritte
Uber vermarktet neu den Zugang zu seiner Softwareplattform an Transportunternehmen. Der erste Vertrag ist schon unter Dach und Fach.
Uber steigt ins SaaS-Geschäft ein. Das Transportunternehmen aus San Francisco bietet seine Software, welche Fahrer und Fahrgäste zusammenbringt, neu auch Drittunternehmen an. Mit dem Geschäftsmodell tritt Uber in die Fussstapfen von Amazon, welches seine "Web Services" ebenfalls zunächst nur unternehmensintern einsetzte, um sie dann später zu vermarkten.
Einen ersten Vertrag mit Uber haben das Unternehmen Marin Transit und die Verkehrsbehörde von Marin County im US-Bundesstaat Kalifornien unterzeichnet. Künftig werde der "Marin-Connect-Service" über die Uber-App laufen und Fahrten auf Abruf ermöglichen. Der Dienst richtet sich insbesondere an Personen mit eingeschränkter Mobilität und vermittelt rollstuhlgerechte Kleinbussen.
David Reich, Direktor von Uber, spricht von einer "historischen Premiere". Gegenüber "Bloomberg" gab er bekannt, dass es nicht bei diesem einen Vertrag bleiben werde: "Dies ist ein neues Produkt und ein neues Geschäftsfeld". Sein Unternehmen wolle dazu beitragen, den privaten Autobesitz zu einem überholten Konzept zu machen.
In der Schweiz hadert Uber immer wieder mit den Behörden. Während der Fahrdienstleister sich als reiner Fahrtenvermittler sieht, wird er von den offiziellen Stellen als Arbeitgeber eingestuft. Im vergangenen Herbst hatte das Unternehmen damit gedroht, den Schweizer Markt zu verlassen.
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