ISG-Index zum 2. Quartal 2020

Outsourcing-Markt leidet unter Corona

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Die Covid-19-Pandemie drückt vielerorts auf die Outsourcing-Ausgaben. Die DACH-Region verzeichnet jedoch einen vergleichsweise kleinen Rückgang. Weiterhin im Höhenflug sind Cloud- und As-a-Service-Angebote.

(Source: phtorxp / Pixabay)
(Source: phtorxp / Pixabay)

Generell sieht es nicht gut aus für Outsourcing-Geschäfte in Europa. Im Jahresvergleich ist der gesamte As-a-Service- und Managed-Services-Markt in der EMEA-Region um 9 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro zurückgegangen, wie aus dem aktuellen ISG-Index hervorgeht. Im Bereich der traditionellen Managed Services beträgt der Rückgang gar 21 Prozent, bei einem Vertragsvolumen von 2,3 Milliarden Euro. Zum ersten Mal seit 2018 verzeichne die EMEA-Region zwei aufeinander folgende rückläufige Quartale, schreiben die Marktforscher von ISG in einer Mitteilung. Die Outsourcing-Nachfrage habe sich im Zuge der Covid-19-Pandemie stark abgekühlt.

 

DACH-Region schlägt sich relativ gut

Im Vergleich zum Rest Europas habe sich die DACH-Region jedoch relativ gut geschlagen, urteilt Barbara Florschütz, Geschäftsführerin von ISG Deutschland, in der Mitteilung. Im zweiten Quartal 2020 verzeichnete das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr einen moderaten Rückgang des Vertragsvolumens von Managed Services um 2,4 Prozent auf 596 Millionen Euro. Betrachtet man statt des Quartals das erste Halbjahr, sei sogar ein Zuwachs um 38 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro festzustellen. "Diese scheinbar gute Performance geht zum einen auf ein ungewöhnlich starkes erstes Quartal 2020 zurück, bevor sich die Pandemie auswirkte, und zum anderen auf ein eher schwaches erstes Quartal 2019.", schreibt ISG.

 

Doch nicht in allen Bereichen lief es im Coronaquartal nur schlecht. So habe die EMEA-Region eine verstärkte Nachfrage nach Cloud-Services als Basis für verteiltes Arbeiten und die Verbesserung der Datensicherheit verzeichnet. Im zweiten Quartal habe das Gesamtvolumen der As-a-Service-Verträge um 13 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro zugenommen, schreibt ISG. "Covid-19 hat dazu geführt, dass alle Unternehmen die Art ihres Arbeitens komplett restrukturiert haben. Dies hat die Nachfrage nach Public-Cloud-Services und Infrastructure-as-a-Service nach oben getrieben", lässt sich Florschütz zitieren.

 

Auch wegen des anhaltenden Kostendrucks werde die Nachfrage nach cloudbasierten Diensten weiter steigen. Für die DACH-Region zeigt sich ISG jedoch nicht sehr optimistisch: "Im Verhältnis zu 2019 ist der Sourcing-Markt derzeit relativ stabil", lässt sich Florschütz zitieren. "Dennoch sehen wir trotz der starken Nachfrage nach Public Cloud und Infrastructure-as-a-Service das Risiko, dass das Managed-Services-Segment im zweiten Halbjahr weiter zurückgeht."

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