Laut Gartner

Das sind die Technologie-Trends für 2021

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von Yannick Chavanne und Übersetzung: Pamela Beltrame

In Krisenzeiten ist es für Unternehmen besonders wichtig, sich schnell anzupassen. Gartner hat deswegen die wichtigsten strategischen Technologie-Trends für 2021 offenbart.

(Source: turbodesign777 / iStock.com)
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"Der Bedarf an betrieblicher Belastbarkeit in allen Unternehmensfunktionen war noch nie so gross wie heute", sagt Brian Burke, Research Vice President bei Gartner. "CIOs sind bestrebt, sich an die sich ändernden Bedingungen anzupassen, um das zukünftige Geschäft zu gestalten. Dies erfordert, dass sich die organisatorische Plastizität dynamisch formt und reformiert. Diese strategischen Technologietrends von Gartner für 2021 ermöglichen diese Plastizität."

"Internet of Behaviour" (IoB)

Das Internet of Behavior, als Erweiterung des IoT, soll Verhaltensweisen von Menschen erfassen und nutzen. Das IoB kombiniert bestehende Technologien, die sich direkt auf das Individuum konzentrieren, wie etwa Gesichtserkennung, Standortverfolgung und grosse Datenmengen. Es verbindet die daraus resultierenden Daten mit damit verbundenen Verhaltensereignissen, wie zum Beispiel Bargeldkäufen oder Gerätenutzung, wie Gartner erklärt. Unternehmen nutzten diese Technologie bereits, um die Einhaltung von Gesundheitsprotokollen während der laufenden Pandemie zu überwachen.

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Total Experience (TX)

Letztes Jahr führte Gartner "Multiexperience" als einen strategischen Top-Technologie-Trend ein und geht in diesem Jahr mit Total Experience (TX) noch einen Schritt weiter. "TX ist eine Strategie, die Multiexperience mit Kunden-, Mitarbeitenden- und User-Experience-Disziplinen verbindet", so Burke. "Gartner geht davon aus, dass Unternehmen, die eine TX anbieten, in den nächsten drei Jahren ihre Konkurrenten bei den wichtigsten Zufriedenheits-Metriken übertreffen werden.

Informationstechnologie zum Schutz der Privatsphäre

Da immer mehr Daten online ausgetauscht werden, ist es notwendig, die Zusammenarbeit zu fördern, ohne die Vertraulichkeit zu beeinträchtigen. Gartner ist der Ansicht, dass es wichtig ist, über Ansätze zu verfügen, die sicherstellen, dass Daten während der Nutzung geschützt sind. Dazu gehört auch die Schaffung offener Technologien und Standards, um die Einführung von Computern zum Schutz der Privatsphäre voranzutreiben.

Dezentralisierte Cloud

Der Einsatz von Edge-Computing und 5G wird laut Gartner das Aufkommen von dezentralisierten Clouds vorantreiben. Öffentliche Cloud-Anbieter werden ihre Dienste weiterhin pflegen und weiterentwickeln, aber diese Dienste werden näher an den Nutzern und der Quelle der Daten ausgeführt. Einer der Vorteile dieser Architektur wird es sein, die Verwaltung der Einhaltung von Datenschutzbestimmungen zu vereinfachen.

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"Anywhere Operations"

Der Begriff "Anywhere Operations" bezieht sich auf ein IT-Betriebsmodell, das darauf ausgelegt ist, Kunden überall zu unterstützen, Mitarbeitende überall zu befähigen und die Bereitstellung von Unternehmens-Diensten über verteilte Infrastrukturen zu verwalten.

Cybersicherheitsnetzwerke

Das Cybersicherheitsnetz ermöglicht den sicheren Zugriff auf jedes digitale Gut, unabhängig davon, wo sich das Gut oder die Person befindet. Es entkoppelt die Durchsetzung von Richtlinien von der Entscheidungsfindung über ein Cloud-Bereitstellungsmodell und lässt die Identität zum Sicherheitsperimeter werden. Bis 2025 wird das Cybersicherheitsnetz mehr als die Hälfte der digitalen Zugangskontroll-Anfragen unterstützen.

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Zusammensetzbare und intelligente Unternehmen

Ein intelligentes, zusammensetzbares Unternehmen gestaltet die Entscheidungsfindung radikal um, indem es auf bessere Informationen zugreift und schneller auf diese reagiert. Zum Beispiel werden laut Gartner Maschinen in Zukunft die Entscheidungsfindung durch ein reichhaltiges Gefüge von Daten und Erkenntnissen verbessern. Ein intelligentes zusammensetzbares Geschäft wird den Weg für neu gestaltete digitale Geschäftsmomente, neue Geschäftsmodelle, autonome Abläufe und neue Produkte, Dienstleistungen und Kanäle ebnen.

KI-Engineering

Laut Gartner schaffen es nur 53 Prozent der KI-Projekte vom Prototypen zur Produktion. CIOs und IT-Leiter finden es schwierig, KI-Projekte zu skalieren, weil ihnen die Werkzeuge fehlen, um eine KI-Pipeline auf Produktionsniveau zu erstellen und zu verwalten. Der Weg zur KI-Produktion bedeutet, sich dem KI-Engineering zuzuwenden, einer Disziplin, die sich auf die Steuerung und das Lebenszyklusmanagement einer breiten Palette von operationalisierten KI- und Entscheidungsmodellen konzentriert.

Hyperautomatisation

Utnernehmen nutzen den Ansatz der Hyperautomatisation, um schnell möglichst viele Geschäfts- und IT-Prozesse zu identifizieren, zu prüfen und zu automatisieren. Die Pandemie habe die Nachfrage nach diesem Trend noch weiter erhöht.

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