Studie von Comparis

Schweizer wollen Smartphones länger benutzen

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Rund 10 Prozent weniger Schweizerinnen und Schweizer als im vergangenen Jahr wollen sich in den nächsten zwölf Monaten ein neues Handy kaufen. Dafür sind die Konsumenten aber bereit, mehr Geld fürs Handy auszugeben.

(Source: Porapak Apichodilok / Pexels)
(Source: Porapak Apichodilok / Pexels)

Das Online-Vergleichsportal Comparis hat eine Smartphonestudie durchgeführt. 46,9 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer wollen sich in den nächsten zwölf Monaten ein neues Handy kaufen. Das sind rund 10 Prozent weniger als 2019. Comparis-Telecomexperte Jean-Claude Frick vermutet, dass der Kauf eines neuen Smartphones aufgrund der Pandemie aufgeschoben wird.

Steigende Preise, sinkende Nachfrage

Für die sinkende Nachfrage gibt es aber noch weitere Gründe. Für fast 80 Prozent der Befragten liegt der Grund in den steigenden Kosten für neue Smartphones. Generell möchten vier Prozent mehr Leute als 2019 ihr Handy drei bis vier Jahre lang benutzen - insgesamt 58,4 Prozent. Fast die Hälfte dieser Personen ist über 55 Jahre alt.

Dahingegen sind 50 Prozent Personen mehr als letztes Jahr dazu bereit 800 Franken oder mehr für ein neues Handy auszugeben: Das sind ein Fünftel der Befragten. "Die Bedeutung des Smartphones hat in Zeiten von Kontaktbeschränkungen und Lockdowns zugenommen", sagt Frick.

Die Marktdominanz bleibt in fester Hand

Der Marktanteil von Apple nahm gegen die Erwartungen wieder zu und liegt aktuell bei 44,8 Prozent. Damit sichert sich Apple die Marktdominanz auch in diesem Jahr. Mit 32,1 Prozent folgt Samsung und dominiert damit die Android-Smartphone-Sparte. Obwohl neue Huawei-Handys ohne Google-Dienste auskommen müssen, hält der Hersteller einen Marktanteil von knapp 11 Prozent.

"Die Einschränkungen bei der Software - nicht nutzbare Google-Dienste - und die Probleme bei der Beschaffung wichtiger Hardwarekomponenten machen Huawei-Smartphones leider in Zukunft unattraktiv. Das wird sich aber erst in künftigen Markterhebungen bemerkbar machen", erklärt Frick.

Seit 2018 dominieren Apple, Samsung und Huawei den Schweizer Markt mit einem stabilen Anteil von rund 88 Prozent. Einen kleinen Marktanteil ergattern sich Xiaomi mit 3,1 Prozent, Nokia mit 2,7 Prozent, Wiko mit 1,5 Prozent und Sony mit einem schrumpfenden Anteil von 1,1 Prozent.

Apple brach den Umsatzrekord - das lag aber nicht an den iPhones. Deren Anteil am Umsatz nahm nämlich ab. Mehr darüber erfahren Sie hier.

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