Editorial

5G, IoT und vernetzte McDonald’s Filialen

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von Coen Kaat
Coen Kaat, stellvertretender Chefredaktor (Source: Netzmedien)
Coen Kaat, stellvertretender Chefredaktor (Source: Netzmedien)

Wir befinden uns im Jahr 2021. Der neue Mobilfunkstandard 5G deckt die ganze Schweiz ab. Die ganze Schweiz? Nein! Etwa 10 Prozent des Landes sind noch nicht erschlossen. Dabei handelt es sich allerdings vor allem um Berggebiete. Diese sind teilweise so abgelegen, dass sie gemäss Swisscom auch heute noch nicht an die 4G-, 3G- oder 2G-Netze angeschlossen sind.

Die grosse Mehrheit des Landes profitiert aber bereits von der schnelleren Surfgeschwindigkeit, der höheren Kapazität und der geringeren Latenz, die der neue Mobilfunkstandard verspricht. 5G kann aber sehr viel mehr, als nur unsere Netflix-Nutzererlebnisse beschleunigen. Auch industrielle IoT-Anwendungen wie etwa Smart Factorys, also autonome Fertigungsanlagen, ­sollen dadurch beflügelt werden.

Der Analyst Marketsandmarkets rechnet daher mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 7,4 Prozent in den nächsten fünf Jahren. Bis 2025 soll der IIoT-Markt demnach auf ein Marktvolumen von 110,6 Milliarden US-Dollar anwachsen. Wie die aufblühende Industrie 4.0 konkret von 5G und dem IoT profitiert, sagen die Experten von Ericsson, Huawei, Nokia, Salt, Siemens, Sunrise, Swisscom und Tech Data im Podium (Seite 22).

Nicht nur bei der Fertigung, auch bei der Logistik ist das IoT schon ein Thema. Welche neuen Technologien bereits Anwendung finden und wo es bei der Implementierung noch Hürden gibt, lesen Sie im Hintergrundbericht auf Seite 34. Der Bericht beleuchtet aus­ser dem IoT auch die Vorteile weiterer Trendthemen für die Logistik, darunter etwa die Blockchain und künstliche Intelligenz. Und was der US-amerikanische Fast-Food-Gigant McDonald’s mit IoT zu tun hat, lesen Sie im "Was Kunden wollen"-Interview auf Seite 31. Dort spricht Technology Director Switzerland Damien Daupeyroux über vernetzte Restaurants, neue He­rausforderungen und die Zusammenarbeit mit IT-Partnern.

Ich wünsche viel Lesevergnügen mit der aktuellen Ausgabe des "IT-Markt" und natürlich auch in diesem Jahr wieder gute Geschäfte!

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