Für Google ist die Cloud ein Verlustgeschäft
Google hat mit der Cloud im abgeschlossenen Geschäftsjahr einen Verlust von mehr als 5 Milliarden US-Dollar verbucht. Doch die Wachstumszahlen stimmen das Unternehmen hoffnungsvoll. Richtig eingeschenkt hat im vergangenen Jahr vor allem die Werbung.
Alphabet, die Muttergesellschaft des Suchmaschinen-Giganten Google, hat Zahlen fürs Geschäftsjahr 2020 vorgelegt. Der Umsatz der Holdinggesellschaft wuchs im Jahresvergleich um 13 Prozent – weniger als das Wachstum von 18 Prozent, das Alphabet noch im Vorjahr verbuchte.
Dennoch habe der Konzern sein Vermögen auf 137 Milliarden US-Dollar steigern können, schreibt "Reuters". Besonders im letzten Quartal habe das Geschäft kräftig angezogen, mit einem Gewinn von 15 Milliarden US-Dollar und einem Umsatz von 56,9 Milliarden Dollar.
81 Prozent dieses Umsatzes erzielt das Unternehmen mit Werbung. Hier habe der Konzern von der Pandemie profitieren können - sowie von der Tatsache, dass Nutzerinnen und Nutzer mehr Zeit auf Youtube verbringen.
Operativer Verlust mit der Cloud
Was unter dem Strich noch nicht einschenkt, ist die Cloud. Erstmals veröffentlicht Alphabet etwas genauere Zahlen zu diesem Geschäftsbereich. Demnach setzte das Unternehmen 2020 zwar 13,1 Milliarden US-Dollar mit der Cloud um – 46 Prozent mehr als im Vorjahr. Unter dem Strich bleibe jedoch ein operativer Verlust von 5,6 Milliarden US-Dollar. Das liege etwa 21 Prozent über dem Wert vom letzten Jahr, schreibt Reuters. "Techcrunch" zitiert einen Unternehmenssprecher, der beteuert, Alphabet investiere derzeit stark in neue Infrastrukturen, um in Zukunft weiter wachsen zu können.
Derweil muss sich Google in mehreren Ländern der Kritik an seinem Geschäftsmodell stellen. In Australien droht der Konzern, seinen Suchdienst vom Netz zu nehmen, während die USA ein gigantisches Kartellverfahren gegen Google einleiten.
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