Netflix migriert auf hauseigene Encoding-Plattform
Netflix wird schrittweise auf Cosmos, seine neue Plattform für Video-Encoding und -verteilung, umsteigen. Die Lösung basiert auf einer Architektur, die auf Microservices, Workflows und serverlosen Funktionen setzt.
Netflix hat eine neue Video-Encoding- und Distributionsplattform. In einem Blogbeitrag beschreibt Frank San Miguel, Senior Software Engineer bei Netflix, die Eigenentwicklung der Cosmos genannten Lösung, auf die der Streaming-Riese im Laufe des Jahres 2021 schrittweise umstellen wird.
Bisherige Plattform wurde zum Klotz am Bein
Netflix basiert seit etwa sieben Jahren auf der Plattform Reloaded, die sich als stabil und skalierbar erwiesen habe, deren monolithische Natur aber inzwischen die Bereitstellung neuer Funktionen deutlich verlangsame. Netflix gesamte Daten wurden in den letzten Jahren auf AWS gehostet. Der Streaming-Dienst, ist mittlerweile aber auf zu viele Entwickler angewiesen, um mit einem zentralisierten Datenmodell mit schwer zu durchschauendem Anwendungs- und Infrastruktur-Code effizient zu bleiben.
Laut San Miguel schufen die Netflix-Ingenieure mit Cosmos eine Plattform, die sich an modernen Microservices-Architekturen orientiert. Die Plattform mit Funktionen zur Fehlerüberwachung und -berichterstattung ist modular aufgebaut. Sie soll besseres Monitoring, eigene Werkzeuge und vor allem eine Continuous-Delivery-Pipeline bieten.

(Source: https://noise.getoto.net/author/netflix-technology-blog/)
Horizontales Management
In seinem Blogbeitrag voller technischer Details erklärt Entwickler San Miguel, dass die Organisationskultur des Ingenieurteams eine Schlüsselrolle bei der erfolgreichen Entwicklung von Cosmos spielte. So gab es kein vertikales Management und alle Ingenieure hatten den gleichen Grad an Verantwortung. “Es bedurfte einer starken Partnerschaft zwischen den Entwicklern der Infrastruktur und den Verantwortlichen für die Medienalgorithmen, um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen", sagt er.
Anbieter von Filmstreamingdiensten wie Netflix sollen in der Schweiz künftig stärker in die Pflicht genommen werden. Zudem soll es eine Quote für europäische Produktionen geben. Diesen Vorschlag des Bundes hat nun auch das Parlament bewilligt.
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