Auch für die Schweiz

Microsoft führt Verfügbarkeitszonen für alle Azure-Regionen ein

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von Rodolphe Koller und Übersetzung: René Jaun

AWS und Google Cloud haben sie schon, nun führt auch Microsoft Verfügbarkeitszonen für seinen Cloud-Dienst Azure ein. Innerhalb einer Region werden Instanzen repliziert, was wiederum die Ausfallsicherheit erhöhen soll.

(Source: Alfred Koch / Fotolia.com)
(Source: Alfred Koch / Fotolia.com)

Microsoft weitet sein Angebot an Verfügbarkeitszonen für Azure aus. Bis Ende dieses Jahres soll es in allen bestehenden und neu gestarteten Azure-Regionen mindestens drei Verfügbarkeitszonen (auf Englisch: Availability Zones) geben. Dabei handelt es sich um logisch und physikalisch getrennte Einheiten, welche die Ausfallsicherheit der in ihnen gehosteten Dienste erhöhen sollen, wie Microsoft auf seiner Website mitteilt.

Bald auch in der Schweiz

Aktuell bietet Microsoft Verfügbarkeitszonen in ausgewählten Azure-Regionen an, in Europa beispielsweise in Paris und Frankfurt. Die im August 2019 gestartete Region Azure Schweiz Nord (Zürich) steht auf der Roadmap. "Wir entwickeln unsere lokale Cloud-Infrastruktur ständig weiter,

um Schweizer Kunden bei ihrer digitalen Transformation zu unterstützen", schreibt Primo Amrein, Cloud Lead bei Microsoft Schweiz, auf Anfrage. "Deshalb werden wir noch in diesem Jahr Verfügbarkeitszonen in der Region Schweiz Nord einführen. In diesem Zusammenhang bauen wir neue Rechenzentren im Raum Zürich auf."

Microsoft-Rivale Google bietet für seine Schweizer Cloud-Server bereits Verfügbarkeitszonen an. Und AWS hat angekündigt, dass seine im Jahr 2022 startende Schweizer Cloud drei Zonen haben werde.

(Source: azure.microsoft.com)

Was nützen Verfügbarkeitszonen?

AWS ist auch der Cloud-Anbieter, der das Konzept der Verfügbarkeitszonen populär machte. Jede Zone ist ein logisches, isoliertes Rechenzentrum, welches auf ein oder mehrere physische Rechenzentren verteilt sein kann. Zonen innerhalb derselben Region sind mit minimaler Latenz miteinander verbunden und verfügen jeweils über eine eigene Stromversorgung, ein eigenes Netzwerk und ein eigenes Kühlsystem. Durch die Replikation zwischen Zonen gewinnen Instanzen und Workloads an Ausfallsicherheit und Verfügbarkeit bei minimalen Performance-Kosten. "Die Verfügbarkeitszonen und die dazugehörigen Rechenzentren sind so konzipiert, dass bei einem Ausfall einer Zone die Dienste, Kapazitäten und die Verfügbarkeit von den anderen Verfügbarkeitszonen in der

Region übernommen werden", erklärt Microsoft.

Azure-Kunden stehen verschiedene Optionen offen, um Verfügbarkeitsdienste zu nutzen:

  • Zonale Dienste: Eine Ressource wird in einer bestimmten Zone bereitgestellt, um strengere Latenz- oder Leistungsvorgaben zu erfüllen.

  • Zonenredundante Dienste: Ressourcen und Daten werden zonenübergreifend repliziert, damit der Ausfall einer Zone keine Auswirkungen auf die Datenverfügbarkeit hat.

  • Überregionale Dienste: Diese gewähren die Dienstsicherheit auch dann, wenn eine ganze Region ausfällt.

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