Dieser begehbare LED-Würfel erinnert stark an Star Trek
Im von Antoni Gaudí entworfenen Wohnhaus Casa Batlló in Barcelona steht ein begehbarer LED-Würfel. Der Raum ist komplett mit Bildschirmen ausgekleidet und erinnert Stark an ein Holodeck aus der Fernsehserie Star Trek.
In Barcelona gibt es seit Kurzem eine Attraktion, die Star-Trek-Fans verdächtig bekannt vorkommen dürfte. Im vom berühmten Architekten Antoni Gaudí entworfenen Wohnhaus Casa Batlló steht ein LED-Würfel. Der begehbare Würfel ist 10 Meter lang, 9,5 Meter breit, 2,75 Meter hoch und komplett mit LED-Displays ausgekleidet. Laut "Invidis" ist auch die Tür des Raumes ganz von Bildschirmen bedeckt und nicht zu erkennen, wenn sie geschlossen ist.
Wo kommt jetzt Star Trek ins Spiel? Der LED-Würfel kann sich zwar nicht per Sprachbefehl vergrössern oder physische Objekte erschaffen, die zuvor nicht da waren. Trotzdem erinnert er stark an das aus der Serie bekannte Holodeck, beziehungsweise die Holosuite aus "Star Trek: Deep Space Nine".
70 Millionen Pixel
Die als "Gaudi Cube" bezeichnete Attraktion in Barcelona ist Teil der "10D Experience" in der Casa Batlló. Ziel der Installation ist es, Besucherinnen und Besucher in die Gedankenwelt Gaudís mitzunehmen, wie es auf der Website der Casa Batlló heisst. Um das Projekt zu realisieren hätten die Betreiber die bisher grösste digitale Bibliothek über Gaudí angelegt. Millionen von Dateien, Fotos, Videos, Pläne, Schriften, Zeichnungen, 3-D-Modelle und Originalmanuskripte seien dabei zusammengekommen.
Die Inhalte für die aus fast 70 Millionen Pixel bestehende Ausstellungsfläche kreierte der türkisch-US-amerikanische Medienkünstler und Designer Refik Anadol. Laut "Invidis" sind die im Würfel verbauten LED-Module vom Typ Modular Pix Pro ORIM von Alfalite. Sie sollen über einen 1,95-Millimeter-Pixelpitch und 1900 Nits Helligkeit verfügen. Als Systemintegrator, der für die Installation verantwortlich war, nennt "Invidis" das spanische Unternehmen Vitelsa.
Auch das klingt ein wenig nach Scienc-Fiction: Bald lassen sich Displays wohl tragen. Forschende aus China präsentierten jedenfalls einen Machbarkeitsnachweis eines leuchtenden Stoffes. Die einzelnen Pixel gehen auch nach hundertmaligem Waschen nicht kaputt.
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