Jährliches Beschaffungscontrolling

2020 hat der Bund 1,4 Milliarden Franken für die IT ausgegeben

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von Rodolphe Koller und Übersetzung: René Jaun

Der Bund hat den Beschaffungsbericht für das Jahr 2020 veröffentlicht. Die IT liess er sich insgesamt 1,4 Milliarden Franken kosten. Mehr als die Hälfte der Ausgaben fallen im Verteidigungsdepartement an.

(Source: Yü Lan / Fotolia.com)
(Source: Yü Lan / Fotolia.com)

7,16 Milliarden Franken - so viel hat der Bund im Jahr 2020 insgesamt ausgegeben, um Güter und Dienstleistungen einzukaufen oder Gebäude zu finanzieren. Dies geht aus dem neuen Beschaffungscontrolling der eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) hervor. Die Ausgaben für Informatik und Telekommunikation beliefen sich demnach auf 1,4 Milliarden Franken.

Ein Drittel der IT-Ausgaben entfiel auf Dienstleistungen. Nach Behörden aufgeschlüsselt, verzeichnet das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) die meisten IT-Ausgaben, mit einem Anteil von 54 Prozent. Dahinter kommt das Finanzdepartement mit 29 Prozent.

Die fünf grössten IKT-Lieferanten des Bundes sind Swisscom, Ruag, Atos und die israelischen Unternehmen ELBIT und ELTA, die beide auf Waffentechnik spezialisiert sind.

Das ICT-Budget des Bundes stieg zwischen 2019 und 2020 um 15 Prozent, während es zwischen 2018 und 2019 um 33 Prozent zugenommen hatte.

Der vollständige Bericht steht im PDF-Format auf der Seite der Beschaffungskonferenz zum Download bereit.

Im neuen Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen ist der Aspekt der Nachhaltigkeit explizit verankert. Was eine nachhaltige IT-Beschaffung konkret bedeutet und warum die Revision des Beschaffungsrechts einen Paradigmenwechel markiert, erklärt Matthias Stürmer, Leiter der Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit am Institut für Informatik der Universität Bern.

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