Bundesrat will Fahrzeugzulassung digitalisieren
Die Zulassung von Motorfahrzeugen in der Schweiz soll auf digitalem Weg erfolgen - der Bundesrat fasste nun einen entsprechenden Beschluss. Die Neuerung, die den administrativen Aufwand für Fahrzeughalter und Behörden senken soll, tritt am 1. Januar 2026 in Kraft.
Der Bundesrat hat beschlossen, die Zulassung von Motorfahrzeugen zu digitalisieren und zu vereinfachen. Dies soll den Aufwand beim Zulassungsprozess für alle beteiligten Stellen verringern. Die Neuerungen treten am 1. Januar 2026 in Kraft.
Der Schritt steht auch im Zusammenhang mit einer Anpassung an EU-Vorgaben: Ab dem 5. Juli 2026 stellt man in der Europäischen Union für neu zugelassene Fahrzeuge nur noch elektronische Übereinstimmungsbescheinigungen (eCoC) aus. Diese ersetzen die bisherigen CoC in Papierform. Betroffen sind sämtliche Fahrzeugkategorien mit EU-Gesamtgenehmigung – von Personenwagen über Nutzfahrzeuge bis hin zu Anhängern.
Über 80 Prozent der in der Schweiz zugelassenen Fahrzeuge beruhen auf einer europäischen Gesamtgenehmigung. Deswegen passte der Bundesrat das nationale Recht an. So profitiere auch die Schweiz vom neuen, weitgehend papierlosen Verfahren, teilt die Landesregierung mit.
Mit dem eCoC werde der administrative Aufwand für die Fahrzeugzulassung deutlich reduziert. Hersteller, Importeure, Händler, Zulieferer, Spediteure, Werkstätten und Behörden würden direkten Zugriff auf die relevanten Fahrzeugdaten erhalten. Somit lasse sich der Zulassungsprozess einfacher und effizienter gestalten, heisst es in der Mitteilung weiter.
Seit 2024 stellt übrigens der Kanton Appenzell Ausserrhoden auf Wunsch den Lernfahrausweis elektronisch aus - bald soll das in der ganzen Schweiz möglich sein. Mehr dazu lesen Sie hier.
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