Prozessmanagement stösst an KI-Grenzen
Bei der Einführung von Geschäftsprozessmanagement lautet das erste Ziel in der Regel: mehr Effizienz. Eine Umfrage der ZHAW im Auftrag der BOC Group zeigt jedoch, dass Datenschutzbedenken und fehlendes Fachwissen den Einsatz von KI bremsen.
Geschäftsprozessmanagement respektive Business Process Management (BPM) gewinnt an strategischer Bedeutung - davon gehen zumindest drei Viertel der Befragten einer Umfrage der ZHAW im Auftrag der BOC Group aus. 290 Expertinnen und Experten aus der DACH-Region nahmen daran teil.
Für 75 Prozent der Befragten dient BPM primär der Effizienzsteigerung. Weitere wichtige Ziele sind die Schaffung von Transparenz und die Grundlage für die Digitalisierung. Während viele Unternehmen "Agentic Process Automation" als nächsten Schritt sehen – 49 Prozent erwarten eine zunehmende Bedeutung –, experimentieren bisher nur 6 Prozent mit Pilotprojekten.
Aus den Ergebnissen geht hervor, dass der Einsatz von KI im Prozessmanagement auf Grenzen stösst. Als grösstes Hindernis nennen 70 Prozent der Befragten den Datenschutz. Darauf folgen fehlende interne Expertise (59 Prozent) und hohe Implementierungskosten. Die Studienautoren folgern daraus, dass die KI-Integration im BPM-Bereich nicht nur eine technologische Frage sei, sondern auch organisatorische und regulatorische Veränderungen erfordere, heisst es in einer Mitteilung zu den Umfrageergebnissen. Dementsprechend sei entscheidend, BPM strategisch zu verankern.

Tim Geppert, Dozent für Wirtschaftsinformatik, ZHAW School of Management and Law. (Source: zVg)
"BPM bleibt für Schweizer Unternehmen zentral und gewinnt mit KI in Zukunft an Bedeutung", lässt sich Tim Geppert, Dozent für Wirtschaftsinformatik an der ZHAW School of Management and Law, in der Mitteilung zitieren. Und weiter: "Unsere Studie zeigt, dass die KI-Adoption erst am Anfang steht und ihr Potenzial nur auf Basis solider Prozessgrundlagen entfalten wird."
Die Ergebnisse der Umfrage kann man gegen Angabe von Kontaktinformationen in Form eines Whitepapers herunterladen.
In der Schweiz nutzt aktuell übrigens jede dritte Person KI-Tools wie ChatGPT, wie aus dem jüngsten "AI-Diffusion-Report" von Microsoft hervorgeht - mehr dazu lesen Sie hier.
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