Universal Commerce Protocol

Google bringt neue Tools für KI-gestützten Handel

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von Yannick Chavanne und Übersetzung: Dylan Windhaber

Mit einem offenen Protokoll und integrierten Zahlungsfunktionen erweitert Google sein Angebot für den KI-gestützten Handel. Das Universal Commerce Protocol bietet Unternehmen die Möglichkeit, Produkte und Services direkt über die KI-Funktion der Google-Suche oder via Gemini anzubieten.

(Source: Suwanna369 / stock.adobe.com)
(Source: Suwanna369 / stock.adobe.com)

Google scheint entschlossen zu sein, die Einführung des agentenbasierten Handels voranzutreiben. Nach Initiativen wie dem Agent Payments Protocol (AP2) hat der Tech-Riese mehrere Neuerungen vorgestellt, die es KI-Agenten ermöglichen sollen, selbstständig Einkaufsaufgaben für Nutzer zu übernehmen.

Mit dem neuen Open-Source-Protokoll namens Universal Commerce Protocol (UCP) will Google nun laut einem Blogbeitrag die technischen Grundlagen für den KI-gestützten Handel schaffen - von der Produktsuche bis zum Kundendienst. Das Protokoll biete eine gemeinsame Sprache, die es KI-Agenten ermöglicht, unabhängig von Plattform oder Dienstanbieter in verschiedenen Umgebungen zu agieren. Laut Google ist es kompatibel mit dem AP2 und biete zudem flexible Integrationsmöglichkeiten über APIs, Agent2Agent (A2A) und das Model Context Protocol (MCP).

UCP sei in Zusammenarbeit mit mehreren grossen Namen der Branche entwickelt worden, darunter Shopify, Etsy, Wayfair, Target und Walmart. Des Weiteren wird es von mehr als zwanzig weiteren Akteuren wie Mastercard, Visa, Stripe, Adyen, Best Buy und Zalando unterstützt, wie Google schreibt. 

Nach Angaben des Tech-Konzerns soll UCP Unternehmen künftig ermöglichen, Produkte und Services über KI-basierte Schnittstellen wie den KI-Modus der Google-Suche und die Gemini-App anzubieten. Nutzer könnten ihre Einkäufe dabei direkt über Google Pay, oder demnächst auch über Paypal, abschliessen, indem sie ihre bereits in Google Wallet gespeicherten Daten verwenden. Händler können die Integration individuell anpassen, wie es im Blogbeitrag heisst. Google plane zudem, die Funktion in den kommenden Monaten international einzuführen.

Business Agent - der virtuelle Verkaufsberater

Gleichzeitig führt Google Business Agent ein, einen Chatbot für Marken, der es Konsumentinnen und Konsumenten ermöglichen soll, direkt über die Suchmaschine mit Händlern zu interagieren. Das Tool, das als virtueller Verkaufsberater fungiere, kann laut Google Produktfragen im Stil der jeweiligen Marke beantworten. In den kommenden Monaten sollen Händler den Chatbot mit ihren eigenen Daten trainieren, Direktkäufe aktivieren und Werbeangebote unterbreiten können.

 

Im Interview spricht Malte Polzin, ehemaliger CEO von Brack.ch, übrigens darüber, was KI-Agenten für den E-Commerce bedeuten und wie sich Händler darauf vorbereiten können. Hier geht es direkt zum Interview. 

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