"Editwithava"

Baselbieter Start-up automatisiert Videobearbeitung mit KI

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von Startupticker, rja

Nach mehreren Testphasen, in denen die Technologie unter anderem im Umfeld grösserer europäischer Videoproduktionen zum Einsatz kam, lanciert das Tech-Start-up Avlana seinen Videoeditor "Editwithava". Das Start-up setzt auf eine chatbasierte Bedienung und KI-gestützte Schnittprozesse und tritt damit in den Markt für digitale Videobearbeitung ein.

Die Gründer des Tech-Start-ups Avlana. (Source: zVg)
Die Gründer des Tech-Start-ups Avlana. (Source: zVg)

Weltweit gibt es inzwischen über 200 Millionen Content-Produzierende und die Zahl wächst kontinuierlich. Gleichzeitig gewinnen KI generierte Videoinhalte an Bedeutung. Für Kreativschaffende, die mit eigenem Rohmaterial arbeiten, bleibt die Nachbearbeitung jedoch oft zeitintensiv und manuell. Einzelne Aufnahmen müssen sortiert, Bild und Ton abgestimmt und Inhalte für verschiedene Plattformen aufbereitet werden. 

Hier setzt das 2025 gegründete Start-up Avlana an. Das dreiköpfige Gründerteam, bestehend aus Matthias Rossini, Adrian Montoya und Dominik Doerner, hat vergangene Woche "Editwithava" auf den Markt gebracht. Dabei handelt es sich um einen KI-gestützten Videoeditor, der über eine Chat-Oberfläche gesteuert wird. Ziel ist es, die Bearbeitung von selbst gedrehtem Videomaterial zu automatisieren und damit Zeit- und Kostenaufwand zu reduzieren. 

Laut Rossini versteht "Editwithava" Videomaterial semantisch. Das heisst, die Software analysiert nicht nur gesprochene Inhalte, sondern auch visuelle Elemente und deren Zusammenhang. Nutzerinnen und Nutzer laden ihr Rohmaterial hoch und beschreiben in eigenen Worten das gewünschte Ergebnis. Anschliessend erstellt das System automatisiert ein fertiges, plattformoptimiertes Video. Zu den automatisierten Funktionen zählen unter anderem Szenenauswahl, Untertitelung, Audiobereinigung sowie der Export in verschiedene Formate. Die Nutzerinnen und Nutzer zahlen dafür ein monatliches Abo, basierend auf ihrem Nutzungsvolumen.  

Unterstützt wird das Start-up vom deutschen Förderprogramm EWOR Fellowship, das jährlich ausgewählte Tech-Startups mit bis zu 500'000 Euro Kapital sowie Zugang zu erfahrenen Unternehmerinnen und Unternehmern unterstützt. 

Während der Prototyp-Phase wurden rund 50 Projekte umgesetzt und über 500 Kurzvideos erstellt. Zu den Pilotnutzern zählen Agenturen, E-Commerce-Marken, KMUs, selbstständige Videoproduzierende und Start-ups wie unter anderem socialbnb. Mit dem offiziellen Launch plant Avlana nun, die Nutzerbasis auszubauen, zusätzliche Ausgabeformate zu entwickeln und neue Kategorien wie Werbeanzeigen und interne Kommunikationsformate zu erschliessen.

 

Dieser Artikel ist zuerst auf Startupticker erschienen.

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