Syndicom schliesst IT-GAV mit Swisscom-Töchtern
Die Gewerkschaft Syndicom hat mit sieben Swisscom-Tochterunternehmen einen firmenübergreifenden Gesamtarbeitsvertrag abgeschlossen. Seit Anfang Jahr gelten damit für rund 600 IT-Fachkräfte verbindliche Mindeststandards für Arbeitsbedingungen.
Die Gewerkschaft Syndicom hat mit sieben Swisscom-Töchtern einen firmenübergreifenden Gesamtarbeitsvertrag (GAV) für IT-Fachkräfte geschlossen. Seit dem 1. Januar gelten damit verbindliche Mindeststandards für fast 600 Mitarbeitende in der Schweiz, wie Syndicom mitteilt.
Laut der Gewerkschaft handelt es sich um den ersten firmenübergreifenden GAV für IT-Fachkräfte in der Schweiz. Zum Tragen kommt er bei den Firmen MTF Solutions, itNetx Schweiz, JLS, United Security Providers (USP), OWT, Swisscom Digital Technology sowie Swisscom IT Services Finance Custom Solutions.
Als Grund für die Erarbeitung des GAV nennt Syndicom das Bedürfnis nach stabilen Arbeitsbedingungen im wachsenden und dynamischen IT-Sektor. Unter anderem biete der neue Vertrag klare, verbindliche Regelungen zu Ferienansprüchen, Krankentaggeldversicherung, Elternzeit und kollektiver Lohnverhandlung.
"Der IT-GAV ist ein Signal: IT-Fachkräfte verdienen faire, transparente und sichere Arbeitsbedingungen. Er ist ein Zeichen für Stabilität und schafft eine Grundlage für die Mitarbeitenden für Mitsprache rund um ihre Arbeitsbedingungen", sagt Miriam Berger, Zentralsekretärin ICT bei Syndicom. Die Unternehmen betonen in der Mitteilung ebenfalls, dass der Vertrag ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Attraktivität der IT-Branche sei.
Auch rund 9500 Mitarbeitende der Swisscom selbst sollen von besseren Konditionen profitieren - zumindest beim Lohn. Der Personalverband Transfair zeigt sich jedoch enttäuscht über den durchschnittlichen Zuschlag von 0,9 Prozent, wie Sie hier lesen.
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