Mit diesen Partnern packt der Bund Easygov 2.0 an
Der Bund treibt die Neuausrichtung der Unternehmensplattform Easygov voran. Um Version 2.0 des Portals zu realisieren, beschafft die Verwaltung Dienstleistungen und Produkte mit einem Gesamtvolumen von maximal 98 Millionen Franken.
Easygov 2.0 kommt. Der Bund richtet die Plattform, auf welcher Unternehmen diverse Behördengänge digital erledigen können, strategisch neu aus und modernisiert dabei auch gleich deren technisches Fundament. Auf der neuen Version sollen "Behördenleistungen für Unternehmen künftig schneller, einfacher und in grösserem Umfang digital bereitgestellt werden können", schreibt der Bund.
Die Neuausrichtung, an der die Verwaltung schon seit 2024 arbeitet, steht in Zusammenhang mit dem Unternehmensentlastungsgesetz (UEG). Mit dem Upgrade wird Easygov zu einer "skalierbaren, modular aufgebauten digitalen Infrastruktur. Neu können Partnerbehörden ihre digitalen Dienstleistungen in grösserem Umfang selbst auf der Plattform entwickeln", so die Bundesverwaltung. Möglich gemacht werde dies mittels Low-Code-Technologie, die eine schnellere und standardisierte Entwicklung von Online-Behördendienstleistungen erlaube.
Drei Lose bis zu 98 Millionen Franken
Die für Easygov 2.0 erforderlichen digitalen Dienstleistungen und Produkte beschaffte der Bund in drei Losen. Folgenden Unternehmen erteilte die Verwaltung Zuschläge:
- Los 1 (Abruf im Kaskadenprinzip): Low-Code-Plattform sowie Low-Code-Lizenzen. Zuschlagsempfänger: Adesso Schweiz (Rang 1), Elca Informatik (Rang 2) und Greenfield Technology (Rang 3).
- Los 2 (Abruf im Kaskadenprinzip): Entwicklung des neuen Portals Easygov 2.0 sowie Betrieb, Support, Wartung und Weiterentwicklung der Portalplattform. Zuschlagsempfänger: Adesso Schweiz (Rang1), TI&M (Rang 2) und Elca Informatik (Rang 3).
- Los 3 (Abruf im Minitender-Verfahren): Für die Umsetzung komplexer Behördenleistungen (High-Code-Entwicklungsressourcen). Zuschlagsempfänger: Elca Informatik TI&M, Adesso Schweiz, Lufthansa Industry Solutions BS und Adnovum.
Das Gesamtvolumen aller drei Lose beträgt maximal rund 98 Millionen Franken für eine Laufzeit von insgesamt zwölf Jahren (bzw. fünf Jahre für Los 3), wie der Bund anfügt. 99 Prozent der Vergabesumme sei optional; es bestehe demnach keine Abnahmeverpflichtung seitens der ausschreibenden Stelle.
Seit 2024 befindet sich das Projekt Easygov 2.0 in der Konzeptphase. Die Freigabe der Umsetzungsphase sieht der Bund für Mitte 2026, das Go-live von Easygov 2.0 dann für Herbst 2027 vor.
Lesen Sie auch: Ab Dezember 2026 soll die neue elektronische Identifikation (E-ID) erhältlich sein. Sie hätte eigentlich früher starten sollen, allerdings sah sich der Bund unlängst gezwungen, den Plan neu zu justieren und einige Entwicklungspläne auf Eis zu legen.
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