Swico warnt vor Schweizer Sonderregeln für KI
Für den Swico entscheidet die Digitalisierung zunehmend über die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz. An der Generalversammlung 2026 rückte der Verband deshalb Themen wie KI, Cybersicherheit und digitale Infrastruktur ins Zentrum. Zudem wählten die Mitglieder Remo Noser in den Vorstand.
Die diesjährige Generalversammlung des Swico hat sich um die Rolle der Schweiz im internationalen Wettbewerb um künstliche Intelligenz gedreht. Präsident Adrian Müller warnte vor den Folgen des weltweiten KI-Booms: Der Ausbau von Rechenzentren und Engpässe bei Chips führten zu steigenden Kosten und wachsender Unsicherheit. Gerade deshalb brauche die ICT- und Onlinebranche verlässliche politische Rahmenbedingungen, teilt der Verband mit.
Swico-CEO Jon Fanzun bezeichnete Themen wie KI, Cybersicherheit, Cloud-Infrastruktur und Datenpolitik als entscheidend für den Wirtschaftsstandort Schweiz. Unternehmen würden sich dort ansiedeln, wo leistungsfähige Netze, moderne Rechenzentren und genügend Fachkräfte vorhanden seien.
Kritisch äusserte sich Fanzun zu politischen Vorstössen rund um die Regulierung künstlicher Intelligenz sowie zur Revision der Verordnung zur Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (VÜPF). Schweizer Sonderregeln könnten den Standort schwächen, warnte er.
Auch Swico Recycling war Thema der Generalversammlung. Laut Mitteilung verarbeitete das System 2025 mehr als 40’000 Tonnen Elektroschrott. Gleichzeitig sieht der Swico Herausforderungen durch Trittbrettfahrer und neue Regulierungsideen aus Bundesbern.
Personell kam es ebenfalls zu Änderungen: Die Mitglieder wählten Remo Noser, CEO von Noser Engineering, neu in den Vorstand. Präsident Adrian Müller bleibt im Amt.
Zum Abschluss sprach der Epidemiologe Marcel Salathé vom AI-Center der EPF Lausanne über die Entwicklung künstlicher Intelligenz. Die Schweiz verfüge über viele gut ausgebildete KI-Fachkräfte, kämpfe aber mit Engpässen bei Rechenkapazität, Energie und Datenzugang, fasst der Swico sein Referat zusammen.
Mitte Mai publizierte der Swico übrigens ein Positionspapier, in dem der Verband die steigenden Preise auf dem Speichermarkt adressiert und vier Forderungen formuliert, um wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen zu schaffen - mehr dazu lesen Sie hier.
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