Swico ICT-Index Q3

Schweizer IT-Branche gewinnt an Optimismus

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von René Jaun und jor

Schweizer IT-Unternehmen blicken zuversichtlich ins dritte Quartal 2026. Laut dem Swico ICT-Index erlebt insbesondere das Segment IT-Technology einen Stimmungsboost, während sich die Zuversicht im Software-Bereich etwas eintrübt. Nichts zu lachen hat die Druckerbranche.

(Source: Johnny Greig 2015 / iStock)
(Source: Johnny Greig 2015 / iStock)

Das Wechselbad der Gefühle in der Schweizer ICT-Branche geht weiter. Zwar attestiert der Swico in seinem ICT-Index für das 3. Quartal 2026 grundsätzlich eine Rückkehr der Zuversicht. Insgesamt, so der Branchenverband, steige der ICT-Index nämlich auf 109.5 Punkte - das sind 3.3 Punkte mehr als im 2. Quartal 2026. Trotz des herausfordernden konjunkturellen Umfelds zeige sich die IT-Branche insgesamt "robust und zuversichtlich".

Ein Blick auf die einzelnen Segmente offenbart jedoch mitunter spektakuläre Stimmungsschwankungen. So errechnet der Swico für das Segment IT-Technology einen Indexwert von 122.1 Punkten - das sind 24.4 Punkte mehr als im vergangenen Quartal. Zur Erinnerung: 100 Punkte markieren im Swico ICT-Index die Wachstumsgrenze - alles über 100 Punkte steht für Rentabilität. Somit drehte sich die Stimmung im Bereich IT-Technology vom Negativen ins Positiven. Der Swico begründet diesen Wandel mit steigenden Umsätzen, einer dynamischeren Auftragslage und einen zunehmenden Investitionstätigkeit.

Liniendiagramm zur Entwicklung verschiedener ICT-Stimmungsindikatoren zwischen 2010 und 2026. Der Swico ICT Index verläuft meist über dem Neutralwert von 100 Punkten und zeigt eine überwiegend positive Branchenstimmung.

Der Swico ICT Index zeigt über weite Strecken eine positive Stimmung in der Schweizer ICT-Branche. Die Teilindizes für Consumer Electronics (CE) und die Druckerbranche (IPF) entwickeln sich volatiler und liegen häufiger unter dem Neutralwert von 100 Punkten. (Source: zVg)

Ebenfalls ein Stimmungs-Plus verzeichnet das Segment IT-Services. Der Indexwert steigt jedoch nur um 3.8 Punkte auf 109.5. "Umsatz und Auftragseingang wachsen weiter, gleichzeitig bleibt der Druck auf Margen und Kosten bestehen", kommentiert der Swico dazu.

Für Unternehmen im Bereich Consulting errechnet der Verband 106.4 Punkte, das sind 0.5 Punkte weniger als im 2. Quartal 2026. Das Umfeld sei geprägt von zurückhaltenden Investitionsentscheiden und verzögerten Projektvergaben.

Auch im Softwarebereich trübt sich die Stimmung etwas ein, wobei die Unternehmen noch immer Wachstum erwarten. Der Indexwert liegt bei 107.3 Punkten - 3.1 Punkte tiefer als im vergangenen Quartal.

Stimmungsdämpfer für Imaging, Printing und Finishing

Mit noch 100.7 Punkten und einem Minus von 6.4 Punkten ist der Bereich Consumer Electronics zwar noch im Wachstumsbereich, aber nur noch knapp, wie der Swico bemerkt. "Steigende Kosten, Preisdruck und eine schwache Konsumstimmung belasten die Entwicklung", schreibt der Verband dazu.

Blasendiagramm mit den Achsen Umsatz und Rentabilität. Die grösste Blase, IT-Technology, befindet sich im Bereich "rentables Wachstum". Software, Consulting und IT-Services liegen nahe der Mitte. Die Druckerbranche befindet sich im Feld "Degeneration" mit tiefem Umsatz und geringer Rentabilität.

Während IT-Technology (IT-T) gemäss Grafik von hohem Umsatzwachstum und überdurchschnittlicher Rentabilität profitiert, bewegen sich Software, Consulting und IT-Services nahe dem Durchschnitt. Die Druckerbranche (IPF) bildet das Schlusslicht und liegt im Bereich "Degeneration", der sinkenden Umsatz und geringe Rentabilität kennzeichnet. (Source: zVg)

Das grösste Minus errechnet der Swico jedoch für den Bereich Imaging, Printing, Finishing. Dort stürzt das Stimmungsbarometer um 23.9 Punkte auf noch 80.5 Punkte. "Nach dem Vorquartalsanstieg folgt ein deutlicher Rückschlag", kommentiert der Verband. Sinkende Nachfrage, steigende Kosten und eine zurückhaltende Investitionstätigkeit drückten den Index klar unter die Wachstumsgrenze.

Beim abschliessenden Ausblick gibt sich der Swico vorsichtig optimistisch. Für die IT-Branche bleibe entscheidend, "wie Unternehmen die Balance zwischen Innovation und wirtschaftlichem Erfolg meistern. Die Voraussetzungen sind intakt: Die Nachfrage bleibt grundsätzlich stabil, und die Branche bestätigt ihre Rolle als zentrale Treiberin der digitalen Transformation in der Schweiz."

 

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