HPE Explore Zürich 2026

Wo Workloads wohnen, Netzwerke mitdenken und KI einzieht

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von Dylan Windhaber und tse

An der Explore Zürich 2026 hat HPE vor über 700 Gästen seine "Explore City" entworfen: Das Netzwerk bildet ihr Nervensystem, die Hybrid Cloud beherbergt Workloads und KI soll die ganze Stadt intelligenter machen. Einen Deep Dive in diese Themen bot HPE mit 36 Expert Sessions und 15 Workstations.

Mehr als 700 Besucherinnen und Besucher kamen am 9. September 2026 zur HPE Explore in The Hall in Dübendorf. (Source: zVg)
Mehr als 700 Besucherinnen und Besucher kamen am 9. September 2026 zur HPE Explore in The Hall in Dübendorf. (Source: zVg)

Am 9. September hat sich The Hall in Dübendorf mit über 700 Gästen der HPE Explore Zürich 2026 gefüllt. Zum Auftakt weckte der Showact "The Blackouts" das Publikum mit ihrer LED-Performance - einer Mischung aus Licht, Tanz und Musik. Im Dunkeln des Saals brachte die Gruppe dadurch bereits am Morgen etwas Farbe in den regnerischen Tag - und auf die von HPE eigens für den Anlass getaufte "Inspiration Stage". 

Auf dem Bild ist die Tanzgruppe "The Blackouts" zu sehen in ihren LED-Anzügen

"The Blackouts" eröffneten die HPE Explore 2026 mit einer leuchtenden Tanzeinlage. (Source: Netzmedien)

Danach begrüsste Moderator Benjamin Fisch das Publikum in der "HPE Explore City". HPE wolle seine Gäste auf einen "Spaziergang" durch diese Stadt mitnehmen. Rebecca Dal Canton, Sales Director von HPE Schweiz, sprach von einem "Städtetrip", der "ein Gefühl von Vielseitigkeit, ein Gefühl von Inspiration, auch ein Gefühl von Facettenreichtum" vermitteln sollte. Als Stadtplan dienten dabei drei Quartiere: Networking, Hybrid Cloud und KI. 

Rebecca Dal Canton auf der Bühne bei der HPE Explore 2026

Rebecca Dal Canton gab den Gästen eine Einführung in das Konzept der "Explore City". (Source: zVg)

Passend dazu begrüsste Fisch den HPE-Schweiz-Chef René Zierler als "Stadtpräsidenten". Zierler startete mit einer Anekdote zu seinem Berufswunsch aus seiner Kindheit: dem Architekten. Dazu brachte er eine originalgetreue Nachbildung seines ersten zusammengebauten Lego-Gebäudes mit und sorgte in der Eventhalle für Schmunzeln. Erst viel später habe er verstanden: "Ein guter Architekt beginnt mit einer Vision" - wie sollen Menschen in der Stadt leben, wie sollen sie arbeiten, wie kommen sie von A nach B und wie haben die Gebäude, die man heute plant und baut, auch morgen noch Bestand?

Ähnlich verhalte es sich mit historisch gewachsenen IT-Landschaften. Auch dort gebe es Quartiere, Verbindungslinien und Baustellen, "von denen niemand mehr weiss, wer sie eigentlich bewilligt hat". All das müsse sicher, zuverlässig und zunehmend auch intelligent funktionieren, sagte er. Wie eine Stadt brauche deshalb auch die IT einen "Masterplan". Und bei HPE bestehe dieser eben aus den drei Bausteinen Netzwerk, Hybrid Cloud und KI. 

Auf dem Bild zu sehen ist René Zierler, HPE-Schweiz-Chef, auf der Bühne an der HPE Explore 2026 in Dübendorf in The Hall

René Zierler, Geschäftsführer der Schweizer Landesgesellschaft von Hewlett Packard Enterprise (HPE) sprach über die Strategie des Unternehmens. (Source: zVg)

Das Nervensystem der digitalen Stadt

Das Netzwerk beschrieb Zierler als "Nervensystem unserer digitalen Stadt". Es verbinde nämlich längst mehr als nur Endgeräte und Rechenzentren, sondern Menschen, Clouds, Produktionsstätten und KI-Systeme. Gleichzeitig müsse es Probleme und ungewöhnliches Verhalten erkennen. Daraus folgte laut Zierler die erste Regel von HPEs Masterplan: "Eine intelligente Stadt braucht ein intelligentes Netzwerk". 

Wie abhängig der Betrieb davon ist, zeigte Hasan Akzorba, IT-Leiter bei Coop Pronto. Bei mehr als 300 Standorten sichere die IT längst auch Umsatz: Falle das Netzwerk aus, stünden unter anderem Bezahlvorgänge still. 

Hybrid, aber aus einem Guss

Auch beim zweiten Baustein, der Hybrid Cloud, blieb Zierler im Stadtbild: "Nicht jede Aktivität oder jeder Workload gehört in jedes Gebäude, und nicht jedes Gebäude muss gleich betrieben werden." Entscheidend sei, wo man einen Workload sicher, effizient und wirtschaftlich betreiben könne. Zugleich müssten die verschiedenen Umgebungen als ein System verwaltet werden. Die zweite Regel des "Masterplans" lautete gemäss Zierler daher: "Eine Stadt braucht Leben und Ideen, muss aber als ein System betrieben werden."

Die Kundensicht dazu brachte Visho Jesudasan, Head of Customer Success Services bei Aveniq, ein. "Souveränität ist nicht nur ein Trendthema, sondern ein Entscheidungskriterium", sagte er, denn Kunden wollten wissen, ob ihre Daten in der Schweiz blieben und dort verarbeitet würden. 

Visho Jesudasan auf der "Inspiration Stage" der HPE Explore 2026

Visho Jesudasan von Aveniq brachte in der Keynote die Kundensicht auf das Thema Hybrid Cloud ein. (Source: zVg)

Auch KI sei inzwischen "nicht mehr wegzudenken". Sie liefere Fakten für schnellere Entscheidungen, verlange aber mehr menschliche Urteilskraft: "Ich muss noch kritischer denken, hinterfragen und die richtigen Fragen stellen", sagte Jesudasan. Seiner Meinung nach fordere KI den Menschen sogar noch mehr und "der Mensch wird dadurch nicht weniger wichtig."

Der KI-Goldrausch  

"Nun haben wir die Verbindung und die Gebäude", leitete Zierler zum dritten Baustein über: der künstlichen Intelligenz. Und diese kann mittlerweile mehr, als nur Fragen beantworten: Sie bereitet Entscheidungen vor, führt Informationen zusammen und erledigt ganze Prozesse. "KI ist die Intelligenz, die aus Infrastruktur und Technik Mehrwert schafft”, sagte der HPE-Schweiz-Chef dazu. 

Die Herausforderung bestehe nicht darin, "eine weitere beeindruckende KI-Demo zu bauen". Unternehmen müssen KI laut Zierler kontrollieren, skalieren und dabei Sicherheit, Governance und Compliance gewährleisten. Entscheidend sei dabei nicht etwa die Zahl der Modelle oder GPUs, sondern der konkrete Mehrwert. Zierlers dritte Regel lautete somit: "KI darf nicht zu einem Wahrzeichen unserer Stadt werden, sondern muss unsere ganze Stadt intelligenter machen."

Andreas Timm, Executive Director Sales Zentraleuropa bei Intel, dem Co-Host der diesjährigen HPE Explore, führte die Architekturmetapher weiter. Er bezeichnete moderne Rechenzentren, frei nach Le Corbusier, als "Maschinen für das Denken". Der KI-Boom habe einen regelrechten Goldrausch ausgelöst: Laut einer von Timm zitierten Gartner-Prognose sollen 2027 weltweit 1,89 Billionen US-Dollar in KI-Infrastruktur fliessen. Mit dieser Summe liesse sich das gesamte, inflationsbereinigt rund 309 Milliarden Dollar teure Apollo-Mondprogramm etwa sechsmal finanzieren. Die wachsenden Datenmengen seien dabei nicht bloss eine technische Begleiterscheinung, doch entscheidend bleibe deren Qualität: "Der Nutzen und die Wertschöpfung von KI sind nur so gut wie Ihre Daten", sagte Timm.

Andreas Timm von Intel an der HPE Explore 2026

Andreas Timm von Intel ordnete an der HPE Explore den aktuellen KI-Goldrausch ein. (Source: zVg)

Zum Ende der Keynote schlug Zierler nochmals den Bogen zu seinem Legohaus. Materialien und Rohstoffe seien für ein Bauwerk zwar wichtig, aber nicht dessen Zweck, betonte er. Dieser liege vielmehr bei den Menschen, die darin leben - so wie eine Strasse erst durch die Orte, die sie verbindet, und eine Stadt durch die Möglichkeiten für ihre Bewohnerinnen und Bewohner Bedeutung erhalte. Mit der Einladung, gemeinsam zu entdecken, "was wir als Nächstes bauen werden", entliess er die Gäste in die "Explore City".

Wissenshunger in 15-Minuten-Häppchen

Das Konzept der "Explore City" blieb somit nicht auf die Keynote beschränkt: Die verschiedenen "Quartiere" übertrugen HPEs strategische Themen auch räumlich auf das weitere Tagesprogramm. Dort konnten die Besucherinnen und Besucher insgesamt 36 jeweils 15-minütige Expert Sessions besuchen. In diesen verschiedenen "Quartieren" luden zudem 15 Workstations - darunter "Data and Storage Solutions" und "AI in Action" - zum Fragenstellen und Ausprobieren ein.

Und damit nicht nur der Wissenshunger gestillt wurde, versorgte HPE seine Gäste den ganzen Tag über mit Kaffee, Gipfeli, Keksen und weiteren Zwischenstopps für den kleinen Hunger. Mittags folgte der Lunch, am Abend der Apéro. Und dazwischen sowie zum Ausklang bot der Anlass reichlich Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen und bestehende beim Networking zu pflegen.

 

Um Cloud und KI drehte sich übrigens auch der diesjährige AWS Summit in Zürich. Dabei zog sich der rote Faden "vom Problem zur Lösung" durch zahlreiche Sessions, eine Keynote und Demos. Lesen Sie hier den Eventbericht dazu.

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