Flexera State of the Cloud Report

Verschwenderische Cloud-Ausgaben nehmen wieder zu

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von Alexia Muanza und Übersetzung: Coen Kaat, nki

Der Anteil der als unnötig eingestuften Cloud-Ausgaben ist in den vergangenen 5 Jahren jeweils zurückgegangen. Nun steigt er jedoch wieder. Der KI-Boom und die Komplexität der Angebote erschweren die Kostenkontrolle. Diese bleibt trotz der Verbreitung von FinOps-Praktiken die grösste Sorge der Unternehmen.

(Source: Five Million Stock /AdobeStock)
(Source: Five Million Stock /AdobeStock)

Unternehmen schätzen, dass inzwischen 29 Prozent ihrer Ausgaben für Cloud-Infrastruktur- und Plattformdienste (IaaS und PaaS) verschwendet sind. Zu dieser Erkenntnis kommt die aktuelle Ausgabe des "State of the Cloud Report 2026" von Flexera. Nach fünf Jahren in Folge mit rückläufigen Werten steigt der Anteil somit wieder leicht an.

Das Phänomen betrifft auch Cloud-Software. Laut der Studie erreicht der geschätzte Anteil unnötiger Ausgaben für Public-Cloud-Software 25 Prozent, einen Prozentpunkt mehr als im Vorjahr. Diese Zahlen beruhen allerdings auf den Einschätzungen der Befragten und nicht auf einer unabhängigen Prüfung ihrer Cloud-Rechnungen.

KI erschwert die Budgetplanung

Flexera führt diesen Anstieg primär auf die zunehmende Komplexität von KI-Kosten sowie auf neue Dienste und Preismodelle in der Cloud zurück. Die Befragten rechnen zudem mit einem Anstieg ihrer Public-Cloud-Ausgaben um 27 Prozent. Gleichzeitig geben sie an, ihr Budget im Vorjahr um 17 Prozent überschritten zu haben.

Diese Entwicklung geht mit einer zunehmenden Nutzung generativer KI einher. 45 Prozent der Befragten geben an, generative KI-Dienste von Public-Cloud-Anbietern intensiv zu nutzen. Im Vorjahr waren es 36 Prozent. Alle Befragten nutzen nach eigenen Angaben solche Dienste in unterschiedlichem Umfang - von ersten Experimenten bis hin zum regelmässigen Einsatz.

Kosten bleiben die grösste Herausforderung in der Cloud

Die Kontrolle der Ausgaben bleibt mit 85 Prozent die am häufigsten genannte Herausforderung der Organisationen, vor der Sicherheit (82 Prozent) und dem Management von Softwarelizenzen (78 Prozent). Laut Flexera stehen die Kosten damit im vierten Jahr in Folge vor der Sicherheit, die zuvor ein Jahrzehnt lang den ersten Platz belegt hatte.

Diese Sorge besteht trotz der zunehmenden Verbreitung von Praktiken für das Finanzmanagement in der Cloud fort. Laut der Studie haben 63 Prozent der Organisationen FinOps-Praktiken eingeführt. Diese sollen die Transparenz der Ausgaben verbessern und technische Entscheidungen stärker mit ihren finanziellen Folgen verknüpfen.

Auch bei den Cloud-Initiativen steht die Kostenoptimierung für 68 Prozent der Befragten weiterhin an erster Stelle, obwohl dieser Anteil gegenüber dem Vorjahr um vier Prozentpunkte zurückgeht. Dahinter folgen die Migration weiterer Workloads in die Cloud (49 Prozent) und die Verbesserung des Finanzreportings (42 Prozent).

Obwohl die Kosten weiterhin Priorität haben, verändern sich die Kriterien, mit denen Organisationen den Erfolg ihrer Cloud-Strategien messen. Der Mehrwert für die Fachbereiche wird inzwischen von 64 Prozent der Organisationen genannt, ein Anstieg um zwölf Prozentpunkte. Finanzielle Effizienz und Einsparungen verlieren hingegen sechs Prozentpunkte.

Für Flexera spiegelt diese Entwicklung eine Erweiterung der Rolle von FinOps wider: Über die Senkung der Cloud-Rechnungen hinaus wollen Unternehmen zunehmend den Mehrwert ihrer Technologieinvestitionen bewerten.

Methodik

Die Studie basiert auf den Antworten von 753 Fach- und Führungskräften, die im Winter 2025 weltweit befragt wurden. Die Teilnehmenden stammen mehrheitlich aus den USA (62 Prozent), während 23 Prozent in Europa und 13 Prozent im asiatisch-pazifischen Raum tätig sind.

 

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