Avaloqs deutsche BPO-Pläne
Avaloq will mit der Quirin Bank in das Outsourcing-Geschäft für Privatbanken in Deutschland einsteigen.
Avaloq steigt in den deutschen Markt für Business Process Outsourcing (BPO) ein. Wie der Hersteller von Bankensoftware mitteilt, hat er ein Mandatgeschäft mit der Quirin Bank unterzeichnet. Dafür wurde ein Joint Venture namens Avaloq Sourcing gegründet, das von den Standorten der Quirlin Bank in Berlin und Leipzig aus agiert.
Avaloq hält 51 Prozent der Aktien an Avaloq Sourcing, die Quirlin Bank die restlichen 49 Prozent. Alle BPO-Mitarbeiter der Quirin Bank werden in das neu gegründete Unternehmen eingegliedert. Was Avaloq der Bank für dieses bestehende Geschäftsfeld bezahlt, ist nicht bekannt.
Avaloq-CEO Francisco Fernandez sieht grossen Bedarf für umfassende BPO-Dienstleistungen in Deutschland. Es fehle bisher an einem solchen Angebot für Privatbanken. Gründe seien die Industrialisierung der Bankenprozesse und der wachsende Effizienz- und Kostendruck. Zudem müssten sich Finanzdienstleister vermehrt auf die Kundenberatung konzentrieren, weshalb die komplette Auslagerung von Produktion, Abwicklung und IT-Systemen an Bedeutung gewinne.
Ab März kommenden Jahres umfasst das Dienstleistungsangebot neben der Wertpapierabwicklung und Abwicklung des Zahlungsverkehrs auch die Bereitstellung kompletter Bankensysteme. Bis Ende 2015 erhofft sich Avaloq ein Betreuungsvolumen von 30 Milliarden Euro.
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