Trends und Prognosen für den Speichermarkt 2011
John Tu von Kingston Technology hat Prognosen für den Speichermarkt für das Jahr 2011 veröffentlicht. Den SSD-Festplatten prophezeit er eine starke Zukunft.
John Tu (Bild), President und Mitbegründer von Kingston Technology, hat Prognosen für den Speichermarkt 2011 vorgestellt. Entwicklungen im Solid-State-Drive-Bereich (SSD), Cloud Computing und die Notwendigkeit seitens der Konsumenten die Art und Weise der Datenverwaltung und –Speicherung zu verändern sieht Tu als Schlüsselfaktoren für das kommende Jahr.
SSDs und HDDs werden koexistieren
Für Tu ist es essentiell, dass IT-Leiter die Auswirkungen von NAND/Flash-basierten Technologielösungen auf ihre Strategie kennen müssen. Die SSD-Technologie habe 2010 einen Wendepunkt erreicht, in welcher eine breitere Einführung zu einer rapiden Senkung der Kosten pro Gigabyte geführt hat. Dies wurde angetrieben vom steigenden Bedarf an leistungsstärkeren Endgeräten.
Dieser Trend setzt sich gemäss Tu für 2011 weiter fort. Unternehmen werden SSDs einsetzen, um die Leistung von Endgeräten aufzurüsten, erklärt Tu. Dadurch können sie das Potential ihrer Wirtschaftsgüter länger ausschöpfen.
In den nächsten fünf Jahren sollen sich SSDs zur bedeutendsten internen Speicherform für Endgeräte entwickeln. Dies könne man angesichts der ständig wachsenden Datenmenge insbesondere in der Unternehmenswelt erwarten.
Der Hersteller von Speicherprodukten geht davon aus, dass SSDs und HDDs für eine gewisse Zeit auf Consumer-Computing-Plattformen koexistieren werden. Während SSDs die Leistung von Boot-, OS- und vielgenutzten Anwendungen verbessern werden HDDs weiterhin zur Datenspeicherung verwendet, meint Tu.
Vor allem Branchen wie der Automobil- und Fertigungsindustrie sowie Anwendungen wie Bancomaten und Videoüberwachungsanlagen biete die Integration neuer SDD-Formfaktoren eine verbesserte Leistung und geringere Ausfallraten.
Cloud Computing stärker im Kommen
Die hohen Erwartungen ausgelöst durch die zahlreichen Diskussionen in den letzten Jahren rund um Cloud Computing sieht Tu als bisher nicht erfüllt an. Für 2011 erwartet das Unternehmen einen grösseren Bedarf an Virtualisierung, da der Unternehmensmarkt vermehrt die Vorteile erkenne. Mit einer zunehmenden Virtualisierung werden Kernkomponenten wie Verarbeitung und Speicher auf der Agenda stehen. Die Unternehmen werden versuchen effizientere Mittel und Wege zu finden, um die ständig wachsenden Datenmengen zu bewältigen.
Revolution der USB-Sticks
Mit USB 3.0 entwickelt sich USB zu einem verlässlichen externen Speichergerät. Mit ständig wachsenden Inhalten auf App-Stores oder Musikplattformen wandle sich der USB-Stick vom einfachen Speichergerät hin zu einem mobilen Speicherplatz und Sicherung von grossen Datenmengen. Kingston glaubt, dass 2011 es eine Flut von Motherboards geben wird, die USB 3.0 standardmässig im Angebot führen.
Speicherpotential von Tablets soll sie noch attraktiver machen
Der Markt für mobile Tablet-Computer ist dabei aus den Kinderschuhen zu wachsen, meint Tu. Der relativ kleine integrierte Speicher in den aktuellen Tablets stelle noch eine Einschränkung dar. Dies werde 2011 neue Möglichkeiten für Flash-basierte Produkte eröffnen. Diese besitzen laut Tu ein grosses Potential als zusätzliche, externe Speicher für diese Geräte eingesetzt zu werden.
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