Lukas Wirth sagt, was Kunden wollen

Was die Swiss von ihren IT-Partnern erwartet

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von Coen Kaat

Von den Flughäfen in Zürich und Genf aus fliegt die Swiss über 100 Destinationen in 44 Ländern an. Dabei befördert sie rund 18 Millionen Passagiere pro Jahr. Welche Anforderungen dies an die IT stellt und wie IT-Partner da helfen können, erklärt Lukas Wirth, Head of Information Technology bei Swiss.

Lukas Wirth, Head of Information Technology, Swiss. (Source: zVg)
Lukas Wirth, Head of Information Technology, Swiss. (Source: zVg)

Was beinhaltet Ihre tägliche Arbeit und wo kommen Sie mit IT-Dienstleistern in Berührung?

Lukas Wirth: Unsere Aufgabe ist in erster Linie, den Flugbetrieb und alle damit zusammenhängenden Unternehmensbereiche informationstechnisch sicherzustellen und weiterzuentwickeln. Sowohl die Airline- als auch die IT-Landschaft sind immer in Bewegung. So können gesellschaftliche Entwicklungen wie ein gestiegenes Umweltbewusstsein schnell auch für uns relevant werden, indem beispielsweise digitale Lösungen für die Kompensation von Flügen entwickelt werden müssen. Ein anderes Beispiel wäre die zunehmend individualisierte Tariflandschaft, die nur mit entsprechenden IT-Lösungen abgebildet werden kann. In diesen und vielen weiteren Zusammenhängen sind wir täglich mit zahlreichen Dienstleistern im Austausch.

 

Welches sind die drei wichtigsten Eigenschaften, die Ihre IT-Dienstleister mitbringen müssen?

Zuverlässigkeit, Erfahrung und Innovation.

 

Was sollten (potenzielle) IT-Partner tunlichst vermeiden?

Versprochene Servicedienstleistungen sollten unbedingt auch erbracht werden. Auch sollten Partner aktiv, nicht reaktiv vorgehen. Von potenziellen neuen Partnern erwarten wir zudem zwingend Branchenkenntnis und -erfahrung.

 

Wie kaufen Sie IT-Hardware und -Software beziehungsweise komplette Lösungen ein? Direkt beim Hersteller oder bei einem Händler?

Software-Komplettlösungen beziehen wir tendenziell direkt beim Hersteller, was in der Aviatik üblich ist. Im Bereich Hardware arbeiten wir mit grossen IT-Dienstleistern zusammen, die auch Swiss und die gesamte Lufthansa Group mit ihrem Serviceportfolio bedienen können.

 

Welche Bereiche Ihrer Unternehmens-IT haben Sie ausgelagert? Welche Bereiche würden Sie hingegen nie auslagern?

Rechenzentrums-Betriebsleistungen sind grösstenteils ausgelagert. Aktuell arbeiten wir daran, einige Bereiche in die Cloud zu verlagern. Jedoch sind wir in allen Bereichen, in denen Kundendaten im Spiel sind, äusserst vorsichtig.

 

Was werden in der nächsten Zeit die grössten technischen Herausforderungen im Bereich IT für Sie sein?

Generell ist es sicherlich herausfordernd, bei steigender Komplexität und sich verkürzenden Innovationszyklen die richtige Balance zwischen den eingesetzten Ressourcen zu halten. Eine technische Herausforderung ist beispielsweise die Migration von bestehenden Applikationslandschaften in die Cloud. Auch das Thema Cyberabwehr ist und bleibt eine grosse Aufgabe.

 

Wie können IT-Dienstleister Sie dabei unterstützen?

In erster Linie durch das Angebot entsprechender Industrielösungen sowie das Einbringen situativ geforderter Fähigkeiten.

 

Welche Rolle spielen Cloud, IoT, KI und Cybersecurity in Ihrer IT-Strategie?

Aufgrund der vielfältigen, sehr unterschiedlichen Bereiche eines Aviatik-Unternehmens spielen alle genannten Themen bei uns in irgendeiner Form durchaus eine bedeutende Rolle.

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