Ransomware-Angriffe legen vor allem im Bankensektor zu
Trend Micro sieht im ersten Halbjahr 2021 Ransomware an der Spitze der Malware-Charts. Dabei war der Bankensektor überproportional stark von entsprechenden Attacken betroffen.
Ransomware ist in der ersten Jahreshälfte 2021 die grösste Bedrohung geblieben. Zu diesem Schluss kommt das Cybersecurity-Unternehmen Trend Micro in seinem Bericht "2021 Midyear Security Roundup". Dabei war der Bankensektor überproportional stark betroffen, wie Trend Micro mitteilt. Im Vergleich zur Vorjahresperiode sei die Anzahl Ransomware-Angriffe um 1328 Prozent gestiegen.
Insgesamt hat Trend Micro im ersten Halbjahr 40,9 Milliarden E-Mail-Bedrohungen sowie bösartige Dateien und URLs blockiert, wie das Unternehmen weiter schreibt. Das entspricht einem Anstieg von 47 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2020.

Die Länder, die in der ersten Hälfte des Jahres 2021 am meisten von Cyberbedrohungen in Zusammenhang mit Corona betroffen waren. (Source: Trend Micro)
Ausser Ransomware beobachtete Trend Micro folgende Bedrohungen für globale Unternehmen:
Angriffe per Business E-Mail Compromise nahmen um 4 Prozent zu, was möglicherweise auf neue Angriffsmöglichkeiten im Zuge der Coronapandemie zurückzuführen ist
Kryptowährungs-Miner waren die am häufigsten entdeckte Malware, noch vor WannaCry und Web-Shells. Übrigens erfahren Sie hier in der Malware-Übersicht mehr zu WannaCry.

Die wichtigsten Malware-Familien im Branchenvergleich in der ersten Hälfte 2020 und der ersten Hälfte 2021. (Source: Trend Micro)
Die Zero-Day-Initiative von Trend Micro entdeckte 770 Sicherheitslücken, was einem leichten Rückgang von 2 Prozent gegenüber der ersten Jahreshälfte 2020 entspricht.
Insgesamt wurden 164 bösartige Apps entdeckt, die in Zusammenhang mit Betrugsversuchen rund um Covid-19 standen. 54 Prozent davon gaben sich als Tiktok aus.

Aufschlüsselung der bösartigen Fake-Apps. (Source: Trend Micro)
Dass Ransomware die Malware-Charts im ersten Halbjahr dominierte, beobachteten auch Check Point und Accenture in ihren jeweiligen Berichten. Acronis wiederum sah die Schweiz unter den Top fünf der Länder, die in diesem Zeitraum von Cyberattacken am härtesten getroffen wurden, wie Sie hier nachlesen können.
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