Oberster Schweizer Datenschützer geht
Hanspeter Thür hat zum November seinen Abschied als Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter bekanntgegeben. Er ist seit 2001 oberster Datenschützer der Schweiz. Ein Nachfolger ist noch nicht bekannt.
Hanspeter Thür wird nach Ablauf seiner Amtszeit als Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter nicht mehr antreten. Wie die Zeitungen "Tagesanzeiger" und "Der Bund" berichteten, wird der 65-jährige im November seinen Platz räumen. Der Bundesrat wurde bereits informiert, bestätigte die Bundeskanzlei. Über eine mögliche Nachfolge ist noch nichts bekannt.
Der studierte Jurist übernahm das Amt des Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten im Jahr 2001 von Odilo Guntern. Seit Mitte 2006 übt er zudem noch das Amt des Öffentlichkeitsbeauftragten aus. Thür begann seine politische Karriere als Mitglied des Grossen Rats im Kanton Aargau. 1987 zog er in den Nationalrat ein und leitete dort von 1991 bis 1994 die Grünen-Fraktion. 1999 zog er sich aus dem Nationalrat zurück.
In den Medien bekommt Thür viel Anerkennung für seine langjährige Tätigkeit. In einer Medienmitteilung lobte auch die Schweizer Piratenpartei Thürs "wichtiges und kontinuierliches Engagement für den Datenschutz in der Schweiz". Anfragen bei der Digitalen Gesellschaft Schweiz, der Vereinigung der schweizerischen Datenschutzbeauftragten sowie Parteikollegen Balthasar Glättli zu seinem Wirken wurden noch nicht beantwortet.
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