Tessiner Stromversorger

Swisscom findet neue Partner für Tiko

Uhr | Aktualisiert

Mit Swisscom Energy Solutions arbeitet Swisscom seit 2012 an einem intelligenten Speichernetzwerk. Das trägt inzwischen den Namen Tiko und hat nun drei neue Unterstützer.

(Quelle: Flickr/wilgengebroed)
(Quelle: Flickr/wilgengebroed)

Die Swisscom-Tochter Swisscom Energy Solutions hat drei neue Partner für das Stromspeichernetzwerk Tiko gefunden: die Tessiner Stromversorger AIL, AMB und SES.

Wie Swisscom Energy Solutions mitteilt, sollen im Rahmen der frischen Partnerschaft neue Angebote für Tessiner Kunden entstehen. An erster Stelle stehe dabei, Strom sparen zu können. Tiko bietet den Kunden die Möglichkeit, ihren Heizverbrauch zu beobachten.

Idee eines virtuellen Kraftwerkes

Laut Mitteilung ist der Anteil an elektrisch betriebenen Heizungen im Tessin besonders hoch. Für Swisscom Energy Solutions und die Stromversorger dürfte das wohl der Hauptgrund sein.

Die Idee hinter Tiko: Aus dem Zusammenschluss möglichst vieler Wohnhäuser soll ein virtuelles Kraftwerk entstehen, das – gesteuert über das Mobilfunknetz – zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen könnte. Unvorhergesehene Schwankungen sollen so innerhalb kürzester Zeit ausgeglichen werden.

Das Ganze funktioniert denkbar einfach. Es ist letztlich nicht viel mehr als ein ferngesteuerter Ein-Aus-Schalter. Die Schalter werden im Haus an die Wärmepumpe, die elektrische Direktheizung oder die Nachtspeicherheizung angeschlossen. Gekoppelt mit einem Kommunikationsmodul bilden sie ein virtuelles Kraftwerk.

Über 6000 Haushalte im Netzwerk

Wenn dann in der Schweiz plötzlich zu viel oder zu wenig Strom produziert wird, verschiebt Tiko den Heizzyklus der angeschlossenen Heizungen um circa 30 Minuten. Der gewonnene Strom wird dann zur Einspeisung ins Stromnetz an Swissgrid verkauft.

Das Bundesamt für Energie nahm Tiko im vergangenen Jahr in seine Liste der Leuchtturmprojekte auf. Damit ist Tiko ein offizieller Baustein der Energiestrategie 2050. Früher lief Tiko unter dem Namen "Be Smart".

Laut Swisscom sind an das Speichernetzwerk inzwischen mehr als 6000 Haushalte angeschlossen. 

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