Bendgate is back

Das iPad Pro knickt leicht wie Karton

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von dsc, Watson

Ein Video zeigt, dass Apples iPad Pro mühelos geknickt und komplett zerstört werden kann. Apple-Fans dürften das Problem unter dem Stichwort "Bendgate" bereits kennen. Kurz nach dem Verkaufsstart des iPhone 6 Plus tauchten Videos von stark verbogenen Exemplaren im Internet auf.

(Source: Unsplash.com / Estée Janssens)
(Source: Unsplash.com / Estée Janssens)

Die Gadget-Belastungstests des Youtubers "JerryRigEverything" sind berühmt-berüchtigt. Ein neues Video zeigt, dass Apples kürzlich lanciertes iPad Pro ohne grossen Kraftaufwand geknickt und komplett zerstört werden kann.

Das Elf-Zoll-Tablet gab schnell nach, als der Biegetest durchführt wurde, fasst "The Verge" zusammen. Beim Betrachten des Videos sieht es fast wie eine Sollbruchstelle in der Mitte des Geräts aus: Auf Höhe einer kleinen Mikrofonöffnung (auf der linken Geräteseite) beziehungsweise dem magnetischen Bereich, wo der Digitalstift Apple Pencil induktiv aufgeladen wird.

Es gebe weitere Berichte, dass das 2018er iPad Pro gar leicht verbiege und kaputt gehe, berichtet "The Verge". Allerdings wurden entsprechende Forumsbeiträge bei "Macrumors.com" inzwischen gelöscht. iPad-User werden auf jeden Fall gewarnt sein, ihr Tablet nicht auf dem Sofa liegen zu lassen.

Apple-Fans dürften die Bezeichnung "Bendgate" bereits seit Herbst 2014 kennen. Da tauchten kurz nach dem Verkaufsstart des iPhone 6 Plus erste Fotos und Videos von stark verbogenen Exemplaren im Internet auf.

"Touch-Krankheit"

Es stellte sich heraus, dass man ziemlich viel Kraft aufwenden musste, um ein iPhone 6 oder 6 Plus zu verbiegen. Doch beschäftigt die Biegsamkeit der damaligen Geräte-Generation bis heute die Juristen und wird in Gerichtssälen verhandelt. Allerdings geht es dabei um Schäden, die von blossem Auge nicht unbedingt zu erkennen sind:

"Durch kleinere Verbiegungen kann sich mit der Zeit der Touchscreen-Controller-Chip auf dem Logic Board des Gerätes ablösen, was zur Folge hat, dass der Touchscreen nicht mehr oder nicht mehr richtig funktioniert – was das iPhone natürlich mehr oder weniger unbrauchbar macht", berichtete "Giga.de".

Eben diese "Touch-Krankheit" habe zu diversen Klagen gegen Apple geführt. Diverse Kunden würden das Geld für teure Reparaturen zurückfordern.

Laut Motherboard-Bericht vom Mai verraten interne Dokumente, dass Apple schon früh von Problemen wusste, dies aber öffentlich nicht als Konstruktionsfehler zugab.

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