Stellenabbau: Media-Saturn plant drastische Einschnitte
Media-Saturn will laut einem Bericht bis zu 700 der rund 3000 Stellen am Sitz in Ingolstadt streichen. Das Unternehmen plant offenbar, das Geschäftsmodell erheblich zu verändern.
Die Media-Saturn-Holding plant offenbar einen grossen Stellenabbau. Wie der Spiegel unter Bezug auf das Manager Magazin schreibt, wollen sich Media Markt und Saturn neu ausrichten und von rund 700 der mehr als 3000 Beschäftigten in der Zentrale im deutschen Ingolstadt trennen. Media-Saturn wollte den Bericht nicht kommentieren, die Zahl sei Spekulation. Unternehmenssprecher Christian Bölling sagt auf Anfrage, man wolle sich nicht zu Gerüchten und Spekulationen äussern. Welche Auswirkungen die mögliche Stellenstreichung auf die Schweiz haben könnte, ist unklar. Bei Media Markt Schweiz verweist ein Sprecher auf die Media-Saturn-Holding in Deutschland. Im Geschäftsbericht zum ersten Quartal 2018/2019 kündigte Media-Saturn an, dass das Unternehmen ein Konzept zur Restrukturierung und Optimierung von Strukturen und Geschäftsprozessen in Verwaltungs- und Zentraleinheiten erarbeite.
Laut Spiegel will Ferran Reverter, der seit Oktober nach dramatischer Geschäftsentwicklung neuer Chef von Media-Saturn ist, das Geschäftsmodell erheblich verändern. Nach dem Vorbild der US-Kette Best Buy soll es künftig mehr Aktionspreise bei reduziertem Sortiment geben. Ausserdem sei geplant, die Verkaufsflächen in grösserem Umfang als bisher an Hersteller wie Apple, Samsung oder Huawei abzugeben, um feste Einnahmen bei geringen Lagerhaltungskosten zu garantieren. Zudem sinke so das Risiko, zu viel oder zu wenig Waren einzukaufen.
Nach einem katastrophalen Geschäftsjahr 2017/18 fand die Media-Saturn-Muttergesellschaft Ceconomy zuletzt im Weihnachtsgeschäft des Vorjahres auf den Wachstumspfad. Lesen Sie hier mehr zu den Geschäftszahlen von Ceconomy.
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