Datenleck von Digitec ermöglicht tiefe Einblicke in die Kultur des Onlinehändlers
Eine interne Preisliste des Onlinehändlers Digitec Galaxus hat ihren Weg an die Öffetnlichkeit gefunden. Darin finden sich nicht nur sämtliche Reduktionen für Black Friday und Cyber Monday, sondern auch Kommentare über Konkurrenten. Noch hat Digitec keine Konsequenzen ergriffen, stellt aber weitere Untersuchungen in Aussicht.
Digitec erwartet von den Verkäufen zum Black Friday einen Umsatz von 17 Millionen Franken. Dies ist nur eine Zahl aus einem internen Dokument, das schon vor dem Black Friday seinen Weg an die Öffentlichkeit gefunden hatte und unter anderem im "Blick" abgedruckt wurde.
Das geleakte Dokument enthält eine Liste aller Angebote für Black Friday und Cyber Monday, und listet die Preise, Umsatzprognose, Anzahl zu verkaufender Artikel sowie Preisvergleiche auf, schreibt "Blick" weiter. Bei Digitec bestätigt man die Echtheit der Liste und spricht von einem riesigen "Dokument mit Preisen, Rabatten und internen Kommentaren". Bei den Kommentaren handelt es sich einerseits um Angaben zu vergangenen Verkäufen. Mitunter sind aber auch spöttische Bemerkungen über Konkurrenten dabei. Der "Blick" zitiert etwa den Satz: "Wer ist schon Fust? Hat doch keine Relevanz für uns bei dem Angebot."
In der Stellungnahme kommentiert Digitec die abschätzigen Bemerkungen nicht weiter. Die Liste sei von den für Black Friday und Cyber Monday zuständigen Teams geführt, kommentiert und bearbeitet worden. "Die Liste war vertraulich und nur für interne Zwecke gedacht. Offenbar hat sie dennoch jemand mit seinem privaten Umfeld geteilt." Viele User hätten einen ungewohnt tiefen Einblick in ihr Schaffen erhalten.
Wie der Onlinehändler auf den Leak reagieren werde, wurde noch nicht entschieden, heisst es in der Stellungnahme weiter. Die Unternehmenskultur basiere auf Vertrauen und Transparenz. "Wir werden aber sicher prüfen, ob wir nächstes Jahr mit anderen Tools und/oder Einschränkungen arbeiten werden."
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