Studie kritisiert aggressive Steuertricks der Tech-Konzerne
Die sechs grössten Tech-Konzerne haben durch Steuervermeidungs-Tricks Milliardenbeträge am Fiskus vorbeigeschleust. Eine Studie zeigt nun, wie viel Geld den Staatskassen durch die Lappen ging und welches Unternehmen am aggressivsten vorgeht, um seine Steuerlast zu drücken.
Die "Silicon Six" – das sind Amazon, Facebook, Google, Netflix, Apple und Microsoft – haben in den vergangenen zehn Jahren über 100 Milliarden US-Dollar an den Finanzämtern vorbeigeschafft, wie eine Studie der britischen Non-Profit-Organisation Fair Tax Mark zeigt. Wie sie das angestellt haben? Durch "aggressive Steuervermeidungspraktiken", schreiben die Studienautoren.
Die Tech-Konzerne hätten beispielsweise Schlupflöcher in Gesetzen ausgenutzt sowie Umsätze und Gewinne von einem Land ins andere verschoben – insbesondere in Länder, die als Steueroasen gelten: Das britische Inselterritorium Bermuda, Irland, Luxemburg und die Niederlande gehören dem Studienbericht zufolge zu den beliebtesten Niedrigsteuergebieten für Tech-Unternehmen.
Amazon ganz oben am Pranger
Die Studie prangert insbesondere Amazon an. Der Onlinehändler, der mit seiner Tochterfirma AWS auch den weltweiten Cloud-Markt dominiert, betreibe die aggressivsten Steuervermeidungspraktiken. Dementsprechend führt Amazon das "Ranking of poor tax conduct" an. Amazon habe in den vergangenen 10 Jahren 3,4 Milliarden US-Dollar an Steuern bezahlt. Zum Vergleich: Microsoft zahlte im selben Zeitraum 46,9 Milliarden Dollar an Steuern.
Das sind gemäss "Fair Tax Mark" die aggressivsten Steuervermeider unter den "Silicon Six":
Amazon
Facebook
Google
Netflix
Apple
Microsoft
Den kompletten Bericht zur Studie finden Sie hier (PDF).
Frankreich will nun ein Rezept gegen die Steuervermeidungs-Tricks von Tech-Firmen gefunden haben: Eine Digitalsteuer soll dem französischen Fiskus 500 Millionen Euro pro Jahr in die Kasse spülen. Lesen Sie hier mehr dazu.
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