Netapp streicht 600 Stellen
Netapp will weltweit rund 600 Stellen abbauen. Das sind mehr als 5 Prozent der weltweit 11'000 Arbeitsplätze. Das Unternehmen soll Mitarbeitende per E-Mail über die Massnahme informiert haben.
Der Storage-Hersteller Netapp plant offenbar einen grösseren Stellenabbau. Wie "The Register" berichtet, sollen 5,5 Prozent der weltweit 11'000 Arbeitsplätze - also rund 600 Stellen - gestrichen werden. The Register beruft sich dabei auf unternehmensinterne E-Mails, welche die Mitarbeitenden am 25. August erhalten hätten. Erste Kündigungen seien bereits ausgesprochen worden.
Am meisten spare Netapp in der Marketing-Abteilung, schreibt The Register weiter. Betroffen seien aber auch Techniker und Entwickler des 2015 übernommenen All-Flash-Herstellers Solidfire.
Kein Zusammenhang mit Corona
Netapp selber gibt sich derweil bedeckt. "Wir konzentrieren uns weiterhin verstärkt auf Märkte, in denen wir sowohl eine bedeutende Präsenz als auch einen klaren Wettbewerbsvorteil haben, insbesondere mit unserer Speichersoftware und unseren Speichersystemen und Cloud-Datendiensten. NetApp richtet seine Ressourcen und Investitionen neu aus, um diese Chancen bestmöglich zu nutzen und das Unternehmen für langfristigen Erfolg zu positionieren", schreibt das Unternehmen in einem Statement. Die Veränderungen seien Teil einer Transformation, und man wolle sich darauf konzentrieren, Kunden bei der digitalen Transformation und in ihren Cloudprojekten zu unterstützen. "Sie sind weder durch Kostensenkungen auf Unternehmensebene motiviert noch von COVID-19-Bedenken getrieben."
Entscheidungen, die sich auf Menschen auswirken, seien immer schwierig, schreibt Netapp weiter. Mitarbeitenden in betroffenen Positionen habe die Firma nach Möglichkeit andere Stellen innerhalb des Unternehmens angeboten. Inwiefern sich der Stellenabbau auf die Schweiz auswirkt, gab Netapp auf Anfrage nicht bekannt.
Viele grosse Unternehmen gaben in den letzten Tagen bekannt, Stellen abzubauen. Accenture spricht von 25'000 Arbeitsplätzen und auch bei Dell könnten tausende Stellen gestrichen werden.
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