Jahreszahlen 2020

Ceconomy erholt sich - macht aber trotzdem Verlust

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Die Media-Markt-Mutterfirma Ceconomy hat 2020 einen Gesamtumsatz von 20,8 Milliarden Euro verzeichnet und liegt damit knapp 2 Prozent unter dem Wert von 2019. Der Online-Umsatz ist jedoch um 44 Prozent im Vorjahresvergleich auf 4,2 Milliarden Euro beziehungsweise 20,2 Prozent des Gesamtumsatzes gestiegen.

(Source: bilderbox / Fotolia.com)
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2020 ist der Gesamtumsatz bei Ceconomy im Vergleich zu 2019 um 1,8 Prozent auf 20,8 Milliarden Euro gesunken. Die Media-Markt-Mutterfirma führt dieses Ergebnis auf die mehr als sechs Wochen Covid-19-bedingten Marktschliessungen im zweiten Quartal zurück. Damals hatte das Unternehmen einen Verlust von 131 Millionen Euro und einen Umsatzrückgang von 7,7 Prozent gemeldet. Im vierten Quartal 2020 verzeichnete Ceconomy einem Umsatz von 5,3 Milliarden und ein Wachstum von 7,6 Prozent gegenüber dem Vergleichsquartal im Vorjahr.

Ceconomy begründet die positive Umsatzentwicklung im vierten Quartal mit der anhaltenden Nachfrage nach Home-Office-Produkten und Haushaltsgeräten sowie durch erfolgreiche Online-Aktivitäten. Aufgrund verstärkter Konzentration der Vertriebsaktivitäten und -ressourcen auf dem Onlinekanal sei der Onlinegesamtumsatz um 44 Prozent im Vorjahresvergleich auf 4,2 Milliarden Euro beziehungsweise 20,2 Prozent des Gesamtumsatzes gestiegen. Laut Unternehmen sind sechs Millionen neue Webshop-Kunden im Gesamtjahr konzernweit registriert worden.

Im Mai hat der Konzern auch eine deutsche Staatshilfe in Höhe von 1,7 Milliarden Euro erhalten. Dies sollte bei der Interpretation des "zahmen" Gesamtjahres-Minus von knapp 2 Prozent und des Quartalswachstums berücksichtigt werden.

"Wir haben diese aussergewöhnliche Zeit erfolgreich gemeistert und das Geschäftsjahr besser als erwartet abgeschlossen. Die Krise hat mehr Menschen dazu veranlasst, ihr Leben zu Hause abwechslungsreicher, unterhaltsamer und erlebbarer zu gestalten. Dies spiegelt sich gut in unserer starken Online-Performance und der Erholung des stationären Geschäfts seit dem Ende des Lockdowns wider", sagt Bernhard Düttmann, der kürzlich für weitere 12 Monate als CEO von Ceconomy berufen wurde.

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