Roadmap und Lage im Schweizer Markt

Wohin die Reise im Storage-Markt für Pure Storage geht

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von Coen Kaat und lha

Pure Storage hat einen kurzen Einblick in seine Roadmap gegeben. Dabei sprach Country Manager Turan Kara auch an, wie sich das Schweizer Storage-Geschäft für den kalifornischen Hersteller entwickelt.

Turan Kara, Country Manager Schweiz bei Pure Storage. (Source: Netzmedien)
Turan Kara, Country Manager Schweiz bei Pure Storage. (Source: Netzmedien)

Pure Storage hat Journalisten Mitte März ein kurzes Update zum laufenden Geschäft und auch einen Blick auf die Roadmap gegeben. Der 2009 gegründete kalifornische Hersteller von Storage-Lösungen erzielte im soeben abgeschlossenen Geschäftsjahr einen Umsatz von fast 1,7 Milliarden US-Dollar. Zu diesem trugen knapp 9000 Kunden weltweit bei - 1500 davon seien Neukunden. Unterm Strich blieb allerdings ein Verlust von 261 Millionen Dollar.

Lesen Sie hier mehr zu den aktuellen Geschäftszahlen von Pure Storage.

Und wie liefen die Geschäfte in der Schweiz? Konkrete Zahlen zu Umsatz und Gewinn in den einzelnen Ländern kommuniziert das Unternehmen zwar nicht. Aber 2020 erzielte Pure Storage hierzulande "ein gesundes Wachstum", sagte Turan Kara, Country Manager für die Schweiz bei Pure Storage. "Wir sind der einzige grosse Anbieter, der in diesem schrumpfenden Markt wachsen konnte."

In der Schweiz zähle der Storage-Spezialist weit über 350 Kunden. Dabei handle es sich um sehr unterschiedliche Kunden: "Das sind kleine, grosse und auch international tätige Firmen", ergänzte Kara. Darunter seien auch grosse Versicherungsfirmen und Industriekonzerne.

Zurückhaltende Investitionen

Ein Grund für den Erfolg sieht Kara in der Fokussierung des Unternehmens. "Wir führen vielleicht kein extrem breites Produktportfolio. Aber das, was wir machen, machen wir dafür richtig gut", sagte er. Das führe dazu, dass die Kunden mehr von ihren Investitionen hätten und entsprechend die Kundenzufriedenheit deutlich höher sei.

Aktuell werde zwar zurückhaltend investiert - insbesondere im Health- und Public-Bereich. Aber Kara rechnet damit, dass vor allem Projekte im Industrie-Bereich, nachdem sie ein Jahr lang auf Eis lagen, diesen Sommer wieder anlaufen werden.

"Wir haben noch grosse Pläne", sagte Kara und verwies auf ein Interview, das er Ende 2019 mit der Redaktion geführt hatte. "Die Headline 'Wir erobern die Welt, während andere nur ihren Garten schützen', gilt noch immer!"

Pure-as-a-Service 2.0

Der Blick voraus ist gemäss dem Country Manager klar von flexiblen Consumption-Modellen geprägt. Auch in der Schweiz habe Pure Storage bereits erste Projekte erfolgreich umgesetzt.

Unternehmen - und auch öffentliche Institute - würden gerade in Coronazeiten kein Kapital binden wollen, sondern nur das zahlen, was sie effektiv nutzen. Trotzdem möchten sie den Zugang etwa zur Public Cloud.

Für den US-amerikanischen Hersteller sind derartige Modelle nichts Neues. 2017 fing das Unternehmen bereits damit an. Ein Jahr darauf rollte Pure Storage den sogenannte Evergreen Storage Service (ESS) aus. Unterdessen wurde daraus "Pure-as-a-Service" und vergangenen Dezember "Pure-as-a-Service 2.0". Mit dem Update biete das Unternehmen unter anderem eine verbesserte Transparenz und Granularität bei der Auswahl von Diensten und auch bei der Preisgestaltung pro Gigabyte.

Mehr Cloud in On-Premise, mehr On-Premise in die Cloud

Mit solchen Angeboten will Pure Storage gemäss Kara einerseits On-Premise-Umgebungen mehr wie die Cloud machen - also bedienungsfreundlicher und mehr Automatisierung. Andererseits wolle Pure Storage auch die Cloud "Enterprise ready" machen.

"Indem wir unsere Software in die Public Cloud integrieren, können unsere Kunden mit den exakt selben Features, etwa Verfügbarkeit, Dateneffizienz und Sicherheit, arbeiten, wie sie dies von ihrer On-Premise-Umgebung kennen", sagte Kara.

Dabei sei es egal, wo die Daten lagern. Seit Mitte März 2021 ist auch Microsofts Azure-Cloud an Pure Storages Cloud Block Store angeknüpft. Diese gemeinsame Datenebene in Multi-Cloud-Umgebungen ermögliche Kunden eine nahtlose Portierung von Anwendungen in die Cloud oder auch On-Premises-Workloads mit Dev/Test-, Disaster-Recovery- und Hochverfügbarkeitslösungen in der Cloud zu ergänzen.

Seit Anfang März hat Pure Storage Schweiz mit Marco Krättli einen neuen Channel Manager. Lesen Sie hier mehr dazu.

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