Begleitmassnahme zur 5G-Einführung

Beratungsstelle für elektrosensible Personen nimmt Betrieb auf

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von René Jaun und cka

Die Uni Freiburg betreibt neu eine medizinische Beratungsstelle für Personen, die ihre Beschwerden auf Strahlung von Funk- und Stromnetzen zurückführen. Der Auftrag dazu kommt vom Bund und steht in Zusammenhang mit der Einführung von 5G.

(Source: Manuel Schönfeld / Fotolia.com)
(Source: Manuel Schönfeld / Fotolia.com)

Mit einer neuen Beratungsstelle will der Bund Menschen mit Beschwerden unterstützen, die sie auf die Strahlung von Funk- und Stromnetzen zurückführen. Nach eigenen Angaben gehören zwischen 5 und 10 Prozent der Bevölkerung zu dieser Gruppe der elektrosensiblen Personen, wie einer Mitteilung des Bundes zu entnehmen ist. Die Ursache der Beschwerden soll die nichtionisierende Strahlung von Strom- und Funkanwendungen im Alltag sein.

Im Auftrag des Bundesamt für Umwelt (Bafu) entwickelte das Institut für Hausarztmedizin der Universität Freiburg nun ein schweizerisches medizinisches Beratungsnetz für nichtionisierende Strahlung, MedNIS. Ziel des neuen Angebots sei eine bessere medizinische Beratung von betroffenen Menschen. In Absprache mit dem Hausarzt beziehungsweise der Hausärztin können Personen nun eine Beratung durch besonders ausgebildete Spezialisten in Anspruch nehmen. Erste Konsultationen soll es "in den nächsten Tagen" geben, wie es in der Mitteilung heisst. Die Abklärungen der Beratungsstelle wertet die Uni Freiburg wissenschaftlich aus und erstattet dem Bafu regelmässig Bericht darüber.

Moderate Strahlenbelastung

Der Aufbau einer solchen Beratungsstelle beschloss der Bundesrat bereits 2020. Demnach handle es sich um eine von mehreren Begleitmassnahmen zum Gesundheitsschutz in Zusammenhang mit der Entwicklung der Mobiltelefonie und insbesondere der Einführung von 5G, wie der Bund ausführt.

Eine weitere Massnahme ist die Weiterentwicklung des Monitorings der Strahlenbelastung. Dazu veröffentlichte der Bund vergangenes Jahr einen ersten Bericht, indem er der Bevölkerung eine insgesamt moderate Strahlenbelastung attestierte.

Zeitgleich mit der Bekanntgabe der neuen Beratungsstelle veröffentlichte das Bafu den zweiten Monitoringbericht. Auch darin bescheinigt es eine "insgesamt moderate Belastung". An Orten, an denen sich Menschen üblicherweise aufhalten, liege die Belastungen durch nichtionisierende Strahlung klar unter den Immissionsgrenzwerten. Der gesetzliche Gesundheitsschutz sei damit gewährleistet, schreibt das Bafu. An Bahnhöfen und Tramhaltestellen, wo sich besonders viele Nutzerinnen und Nutzer von Mobilgeräten aufhalten, wurden zwar die höchsten Werte gemessen; sie liegen aber laut der Behörde immer noch klar unter den Immissionsgrenzwerten". Die tiefsten Werte habe man in Naturgebieten verzeichnet. Auch in Schulen sei die Belastung tief, merkt das Bafu an.

Digitale Tools, Sensoren, Augmented Reality oder IoT und weitere moderne Technologien bieten auf Baustellen grosses ­Potenzial zur Prozessoptimierung. Um davon zu profitieren, ist eines unabdingbar: eine zuverlässige Konnektivität, die ­einen hohen Datendurchsatz in Echtzeit erlaubt. Möglich machen dies mobile 5G-Antennen, wie Sie im Fachbeitrag lesen können.

 

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