Betrüger locken mit falschen Ticket-Gewinnspielen auf Social Media
Gefälschte Gewinnspiele für Konzert-, Festival- oder Sporttickets kursieren derzeit auf Social Media. Die Betrüger missbrauchen Namen und Logos bekannter Firmen, um an persönliche Daten oder Kreditkarteninformationen zu gelangen.
Wer sich auf Facebook, Instagram oder Tiktok tummelt und dort auf ein angebliches Ticket-Gewinnspiel stösst, sollte genauer hinschauen. Denn zurzeit machen zahlreiche gefälschte Beiträge die Runde, die den Social-Media-Auftritt von bekannten Unternehmen nachahmen und Tickets für grosse Events versprechen, wie die Kantonspolizei Zürich auf ihrem Portal cybercrimepolice.ch mitteilt.
Die Betrüger hinter der Masche erstellen täuschend echte Firmenprofile. Sie übernehmen Logos, Bilder und Namen realer Unternehmen und ergänzen die Accounts teilweise mit mehreren Beiträgen und Kommentaren, damit die Seiten glaubwürdig wirken. Für die Teilnahme verlangen die Betrüger oftmals nur einen Kommentar, ein Like bzw. ein "Gefällt mir" oder das Teilen eines Beitrags - genau jene Mechanismen, die auch seriöse Gewinnspiele nutzen. Gleichzeitig sorgen diese Interaktionen dafür, dass sich die gefälschten Beiträge noch schneller verbreiten.

Mit täuschend echt gestalteten Facebook-Seiten locken Betrüger derzeit mit angeblichen Ticket-Gewinnspielen für Grossveranstaltungen. (Source: cybercrimepolice.ch)
Nach der Kontaktaufnahme folgt häufig eine Direktnachricht. Darin gratulieren die Kriminellen zum vermeintlichen Gewinn und verlangen anschliessend persönliche Daten, Kreditkarteninformationen oder sogar eine Vorauszahlung. Als Begründung dienen angebliche Versandkosten, Bearbeitungsgebühren oder eine Verifizierung.

Nach dem vermeintlichen Ticketgewinn versuchen die Betrüger oft, per Direktnachricht an persönliche Daten ihrer Opfer zu gelangen. (Source: cybercrimepolice.ch)
Die Polizei empfiehlt, Gewinnspiele immer über die offiziellen Websites oder Social-Media-Kanäle der jeweiligen Firma zu überprüfen. Auch neu erstellte Profile, ungewöhnliche Namen oder dubiose Links gelten als Warnsignal. Wer unsicher ist, sollte direkt beim Veranstalter oder Unternehmen nachfragen - allerdings über offizielle Kontaktwege und nicht über die verdächtigen Accounts selbst.
Betroffene, die bereits Daten preisgegeben haben, sollten ihre Kreditkarte sofort sperren lassen und sämtliche Passwörter ändern, insbesondere dann, wenn dieselben Zugangsdaten auch bei anderen Diensten zum Einsatz kommen. Zusätzlich empfiehlt die Polizei, die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren. Entstand bereits ein finanzieller Schaden, rät die Kapo Zürich zu einer Anzeige bei der örtlichen Polizeistelle.
Übrigens: Cyberkriminelle missbrauchen derzeit auch Grossveranstaltungen wie die Eishockey- oder die bevorstehende Fussball-WM für Betrugsmaschen und locken mit vermeintlich grosszügigen Ticket-Rabatten - mehr dazu lesen Sie hier.
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