Schweizer Bevölkerung lehnt KI-Zukunft ab
Die Schweizer Bevölkerung ist gegen eine weitreichende Technisierung des Alltags und den dauerhaften Einsatz von künstlicher Intelligenz. Zu diesem Schluss kommt eine Umfrage von Monda Futura und GFS.Bern. Demnach sehnen sich viele Menschen nach mehr Regionalität, Naturverbundenheit und bewusstem Konsum.
Das ideale Zukunftsszenario der Schweizer Bevölkerung enthält weder KI, noch automatisierte Gesundheitsanalysen. Stattdessen wünschen sich viele Leute etwa eine "florierende Natur dank bewusstem Konsum und verantwortungsvoller Produktion", wie eine neue Studie von Monda Futura und dem Meinungsforschungsinstitut GFS.Bern zeigt. Der daraus resultierende "Zukunftskompass" ist online als Scrollstory einsehbar.
Grundlage der Studie seien zwei separate Umfragen. Zuerst äusserten 1300 Teilnehmende ihre persönlichen Vorschläge und Wünsche für die Zukunft, welche Monda Futura dann zu 40 Szenarien aufgeteilt in 13 Themenbereiche entwickelte, wie der Verein mitteilt. In einer zweiten Umfrage hätten dann 2200 Personen diese Szenarien bewertet, wobei 2,00 für maximale Zustimmung und -2,00 für maximale Ablehnung steht.
KI ist nicht erwünscht
Die tiefsten Bewertungen erhielten laut Mitteilung die Szenarien "Datengetriebene Präzisionsgesundheit mit kontinuierlicher Analyse" (-0,24) und "Menschen entscheiden, Künstliche Intelligenz führt aus" (-0,21). Dagegen wurde das Szenario "Bewusster Rückzug aus digitaler Dauerpräsenz und Künstlicher Intelligenz" mit 1,21 sehr hoch bewertet.
Monda Futura sieht in diesen Zukunftswünschen einen Gegensatz zur gelebten Gegenwart. Es entspreche wohl gar nicht dem Wunsch der Bevölkerung, "dass immer mehr Anwendungen von künstlicher Intelligenz durchdrungen sind", sagt Vereinsgründer Raffael Wüthrich.

(Source: zVg)
Die bestbewerteten Szenarien fokussieren hingegen auf bewussten Konsum, verantwortungsvolle Produktion und lokales Handwerk. Monda Futura hofft, dass der Zukunftskompass sowohl der Politik als auch Unternehmen als "niederschwelliges, konsensorientiertes Hilfsmittel" dienen kann. "Wenn wir erkennen, wie viele Ziele wir als Gesellschaft teilen, können wir unsere Zukunft aktiver gestalten, statt von technologischen Entwicklungen mitgerissen zu werden", sagt Wüthrich.
Trotz dieser Zukunftswünsche ist die KI-Nutzung in der Schweizer Bevölkerung weit verbreitet. Vier von fünf Personen nutzen regelmässig KI-Dienste, wie Sie hier lesen können.
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