Finale in Nürnberg

Zürcher Cybersecurity-Start-up pitcht an der IT-SA um den Sieg

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von Joël Orizet und NetzKI Bot und rja

Blindsight aus Zürich gehört zu den fünf Finalisten des Start-up-Wettbewerbs an der IT-SA in Nürnberg. Im Oktober tritt das Unternehmen gegen vier deutsche Cybersecurity-Start-ups an. Die Lösungen reichen von KI-Sicherheit über automatisierte Pentests bis zur Umsetzung des Cyber Resilience Act.

(Source: Andy Hermawan / Unsplash.com)
(Source: Andy Hermawan / Unsplash.com)

Das Zürcher Unternehmen Blindsight steht zusammen mit vier deutschen Cybersecurity-Start-ups im Finale des Wettbewerbs um den "Athene Startup Award Up26@it-sa". Eine Fachjury wählte Blindsight, Fuzzware, Squr, Complioty und Redcastle aus den Bewerbungen aus. Am 28. Oktober treten die fünf Unternehmen an der IT-SA in Nürnberg gegeneinander an, wie die Veranstalter der Cybersecurity-Messe mitteilen.

Bereits am 22. September stellen die Teams ihre Lösungen auf der Onlineplattform IT-SA 365 vor. Inhaltlich decken die Finalisten unterschiedliche Bereiche der Cybersicherheit ab.

Von Fuzzing bis KI-Sicherheit

Der Schweizer Finalist Blindsight entwickelt eine Plattform für die Überwachung und Absicherung unternehmenseigener KI-Systeme. Nach Angaben der Veranstalter soll sie unter anderem vor Angriffen durch manipulierte Trainingsdaten und schädliche Eingaben sowie vor den Folgen menschlicher Fehler und Modellverschlechterungen schützen. Auch sogenannte Schatten-KI - also KI-Anwendungen, die innerhalb eines Unternehmens ohne offizielle Freigabe zum Einsatz kommen - gehört zu den adressierten Risiken.

Fuzzware aus Bochum konzentriert sich auf Sicherheitstests für Embedded-Software, also Software, die etwa in Maschinen oder Geräten integriert ist. Das Unternehmen setzt dabei auf sogenanntes Fuzzing. Bei dieser Testmethode konfrontiert eine Software ein System automatisiert mit ungewöhnlichen oder fehlerhaften Eingaben, um Schwachstellen aufzuspüren.

Squr aus Weingarten entwickelt eine KI-gestützte Pentest-Software. Sie durchsucht Unternehmensnetzwerke automatisiert nach Schwachstellen und bewertet die Funde. Nach Angaben der Veranstalter soll die Plattform innerhalb von 24 Stunden Ergebnisse liefern.

Complioty aus München richtet sich an Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau, die Anforderungen des europäischen Cyber Resilience Act (CRA) erfüllen müssen. Die Software erstellt unter anderem automatisiert eine Software Bill of Materials (SBOM), also ein Verzeichnis der in einem Produkt enthaltenen Softwarekomponenten, und überwacht diese Komponenten kontinuierlich auf Schwachstellen.

Redcastle aus Heubach bietet ein Security Operations Center (SOC) als Dienstleistung an. Der Service analysiert die Angriffsfläche von Unternehmen, bewertet Risiken mithilfe von KI und gibt Handlungsempfehlungen. Das Angebot richtet sich insbesondere an kleinere und mittlere Unternehmen und soll ihnen eine umfassende Cybersicherheitsüberwachung ermöglichen.

Die Veranstalter sprechen für die diesjährige Ausgabe von mehr Bewerbungen als je zuvor, nennen allerdings keine konkrete Zahl. Zudem seien auffällig viele neue KI-basierte Cybersecurity-Produkte eingereicht worden. Athene und die IT-SA vergeben den Preis am 28. Oktober zum neunten Mal.

 

Übrigens: Im Juni hatte die IT-SA die Bewerbungsphase für den diesjährigen Start-up-Wettbewerb eröffnet und Teilnahmebedingungen sowie Preisgelder vorgestellt - mehr dazu lesen Sie hier.

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