Touchscreen-Premiere

Apples neues Macbook Pro macht Inhalte berührbar

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von Elia Ferrari und rja

Apple hat sein erstes Macbook Pro mit Touchscreen vorgestellt. Die Touchsteuerung funktioniert auch für bestehende Apps, die nicht für das Feature entwickelt wurden.

Das neue Macbook Pro mit Touchscreen (Source: zVg)
Das neue Macbook Pro mit Touchscreen (Source: zVg)

Apple hat das Macbook Pro mit Proled-XDR-Display lanciert. Wie Apple in einer Mitteilung schreibt, ist es der erste Mac, den Nutzende per Touch bedienen können. Das Gerät kommt mit Bildschirmdiagonalen von 14,2 und 16,3 Zoll auf den Markt und läuft mit den Chips M5 Pro oder M5 Max. Das Display basiert auf Tandem-OLED-Technologie mit zwei selbstleuchtenden Pixelschichten und erreicht gemäss Hersteller eine Spitzenhelligkeit von bis zu 2000 Nits. 

Meinungswandel bei Apple

Mit dem Touchscreen-Macbook vollzieht Apple eine Kehrtwende, wie "Watson" berichtet. Jahrelang habe sich der Tech-Konzern aktiv gegen Laptops mit berührungsempfindlichen Bildschirmen ausgesprochen. 2012 beispielsweise nannte der damalige Apple-Boss Tim Cook die Kombination aus Touchscreen und Macbook so sinnlos, wie eine Mischung aus einem Toaster und einem Kühlschrank. Laut "Watson" beugt sich Apple nun dem Druck der Konkurrenz, die schon seit Jahren verschiedene Windows-Notebooks mit Touchscreens ausstattet.

Sensor direkt im Panel

Auf dem Display können Nutzende etwa durch Webseiten wischen, Fotos mit zwei Fingern vergrössern oder Folien per Drag-and-drop von einer Präsentation in eine andere ziehen, wie Apple mitteilt. Ein Doppeltippen auf ein Fenster vergrössere es auf Bildschirmgrösse. Mit einer schnellen Fingerbewegung lasse es sich seitlich anordnen. Den Touchsensor hat Apple nach eigenen Angaben direkt ins Displaypanel eingebaut, statt ihn als zusätzliche Schicht darüber zu legen, um die Latenz zu senken.

Laut Apple sorgt ein neu konstruiertes Scharnier dafür, dass der Bildschirm bei Berührungen stabil bleibt. Eine Videostabilisierung glätte zudem das Kamerabild in Echtzeit, wenn Nutzende während eines Videoanrufs den Bildschirm berühren.

Für Designer und Coder

Apple richtet die Touch-Funktion vor allem an professionelle Nutzende. Laut Apple können Grafikdesignerinnen und -designer beim Zeichnen die gesamte Bildschirmfläche nutzen und sind nicht mehr auf das Trackpad beschränkt.

Das neue Macbook bietet kreative Anwendungsweisen

Das neue Macbook bietet kreative Anwendungsweisen. (Source: zVg)

Musikschaffende spielen demnach Software-Instrumente direkt auf dem Display und App-Entwicklerinnen und -Entwickler testen auf dem Macbook Pro, wie ihre iOS- und iPadOS-Apps auf Touch-Eingaben reagieren. Tastenkürzel und Trackpad-Gesten lassen sich weiterhin parallel nutzen.

Bestehende Apps funktionieren wie gewohnt

Laut Apple lassen sich viele bestehende Apps ohne Anpassung per Touch bedienen, da macOS Berührungen automatisch in Klicks übersetzt. Zudem sollen zahlreiche Drittanbieter-Apps künftig die erweiterte Touch-Steuerung unterstützen, darunter Microsoft Word, Excel, PowerPoint und Outlook, Zoom, Notion, Canva, Adobe Lightroom, DaVinci Resolve, Blender und Maxon Cinema 4D.

Leichter und mit Dynamic Island

Laut Apple wiegt die 14-Zoll-Variante rund 1,36 Kilogramm und ist damit etwa 230 Gramm leichter als ihr Vorgängermodell. Das 16-Zoll-Modell wiegt rund 1,81 Kilogramm, rund  320 Gramm weniger als der Vorgänger. Als erster Mac erhalte das Gerät zudem die vom iPhone bekannte "Dynamic Island", die am oberen Bildschirmrand Live-Aktivitäten anzeigt.

Die Dynamic Island im neuen Macbook

Die Dynamic Island im neuen Macbook. (Source: zVg)

In der Schweiz verkauft Apple das Macbook Pro mit Touchscreen in der günstigsten Konfiguration für 2800 Franken. Je nach gewählten Features kann sich dieser Preis mehr als vervierfachen.

Übrigens: Apple hat im Oktober 2026 auch ein neues 14-Zoll-Macbook-Pro ohne Touchscreen, dafür mit M6-Chip vorgestellt. Mehr dazu lesen Sie hier.

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