Bechtle meldet weniger Gewinn trotz starkem Schlussquartal
Mit einem Anstieg des Geschäftsvolumens um mehr als 16 Prozent bricht Bechtle im vierten Quartal 2025 seinen eigenen Rekord. Im gesamten Geschäftsjahr 2025 sinkt jedoch der Gewinn des IT-Dienstleisters. Zudem beschloss der Aufsichtsrat, den Vorstand auf drei Mitglieder zu reduzieren.
Bechtle bilanziert sein Geschäftsjahr 2025 mit einem Anstieg des Geschäftsvolumens von rund 8 Prozent auf knapp 8,5 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg derweil um 2 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilt.
Insbesondere im vierten Quartal habe das deutsche Systemhaus eine starke Entwicklung gezeigt. So stieg das Geschäftsvolumen von Oktober bis Dezember um mehr als 16 Prozent. Der Vorsteuergewinn (EBT) sei im Schlussquartal um 20 Prozent auf 121 Millionen Euro gewachsen - ein neues Rekordquartal in der 43-jährigen Firmengeschichte. Im Gesamtjahr sank der Vorsteuergewinn jedoch um 6 Prozent auf 324 Millionen Euro - im Vorjahr hatte Bechtle noch ein EBT von 345 Millionen Euro verbucht.
Die Anzahl der Mitarbeitenden ist laut Mitteilung aufgrund von Übernahmen auf 16'360 angestiegen.
"Wir gehen auch für 2026 davon aus, dass sich Bechtle positiv entwickeln wird, wenngleich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen herausfordernd bleiben", lässt sich Thomas Olemotz, Vorstandsvorsitzender von Bechtle zitieren. "Insbesondere die zum Teil deutlichen Preiserhöhungen der Hersteller und mögliche Lieferschwierigkeiten könnten sich im weiteren Jahresverlauf belastend auswirken."

Thomas Olemotz, CEO und Vorstandsvorsitzender von Bechtle. (Source: Bechtle)
Die vollständigen und geprüften Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 sollen am 20. März 2026 folgen.
Vorstand schrumpft auf drei Mitglieder
An der Aufsichtsratssitzung nahm Bechtle den bereits angekündigten künftigen CEO definitiv unter Vertrag: Konstantin Ebert übernimmt am 1. Januar 2027 die Nachfolge von Olemotz. Sein Vorstandsvertrag wurde vorzeitig für drei weitere Jahre - also bis am 31. Dezember 2029 - verlängert. Olemotz werde wie angekündigt bis Ende 2026 in seiner Rolle tätig sein, bevor er in den Ruhestand trete.
Per Januar 2027 verringert Bechtle zudem die Zahl der Vorstandspositionen auf drei. Diese Entscheidung sei einvernehmlich mit Antje Leminsky getroffen worden, deren Vorstandsvertrag Ende Dezember 2026 ende. Die Grösse des Vorstands kehre so auf ein bewährtes Mass zurück, teilt der IT-Dienstleister mit.
Der kleinere Vorstand soll die Effizienz und das Entscheidungstempo erhöhen, um mit einem sich schnell wandelnden Markt- und Technologieumfeld Schritt zu halten. Im Vorstand ab Januar 2027 verbleiben somit laut Mitteilung Konstantin Ebert, CEO, Michael Guschlbauer, COO sowie Christian Jehle, CFO.
Im Januar 2026 hat Bechtle übrigens einen Senior Expert Enterprise Consultant ernannt. Über Daniele Palazzo lesen Sie hier mehr.
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