Swizzconnexx und Agfeo stellen neue Cloud-Lösung für Telefonanlagen vor
Swizzconnexx und Agfeo haben ihre Partner zu einem Frühstück in Wohlen eingeladen. Zu Kaffee und Zopf präsentierte Agfeo seine neue Cloud-Lösung Hyperfonie.
Am 9. April hat Distributor Swizzconnexx ein Technologiefrühstück mit Agfeo, einem deutschen Hersteller von Telekommunikationslösungen, veranstaltet. Der Event fand im Circolo A.C.L.I. in Wohlen statt. Mit Goodie-Bag über der Schulter durften sich die Gäste noch vor den Präsentationen mit Schinken, Zopf und Kaffee eindecken.
Als Fredy Bader, Head of Marketing & Sales und Partner bei Swizzconnexx, vor den beiden Tischreihen stand, gingen alle Blicke auf ihn. "Der Hyperfonie-Flieger hat den Weg in die Schweiz gefunden und ist gelandet", so begrüsste er die Vertreter von Agfeo, die aus Bielefeld angereist waren.
Max Boelke, Assistent der Geschäftsleitung von Agfeo. (Source: Netzmedien)
Max Boelke, Assistent der Geschäftsleitung von Agfeo, läutete die Präsentationen ein. Er verkörpert die vierte Generation des deutschen Familienunternehmens, das noch von seinem Vater Michael Boelke geleitet wird. "Agfeo liegt mir ein Stück weit in den Genen – mein Vater hat damals gesagt, 'genetisch verseucht'", scherzte er. Max Boelke sei schon als Kind mit seinem Vater zur Arbeit gegangen. Seine Arbeit bei einer Commerzbank habe ihm einen wertvollen Einblick gegeben, um die Unternehmensnachfolge anzutreten: "Grosse Fussstapfen, die es da zu füllen gilt."
Cloud-Telefonanlage mit Agfeo-System
Als Nächstes stellte Bernd Schuster von Agfeo die neue Cloud-Lösung vor: "Wer Agfeo kennt und Erfahrungen gewonnen hat, muss die nicht über Bord werfen - die gelten für alle Produktlinien." Die Konfigurationsumgebung sei uniform und habe ein sogenanntes "Funktions-FLAT". Somit profitieren Kunden von allen Funktionen zu einem Preis ohne weitere Lizenzen. Ausserdem zählt Schuster weitere Vorteile auf:
- Kein VPN notwendig
- Einfache Homeoffice-Anbindung
- Standortübergreifende Nutzung
- Nutzbar mit jedem Internet-Access
- Keine SIP-Providerbindung
- System immer auf aktuellem Firmware-Stand
Bernd Schuster von Agfeo. (Source: Netzmedien)
Die Agfeo-Cloud ist eine PBX-Lösung ohne Providerbindung. Somit ist es laut Schuster nicht notwendig, die Telefonnummer des Kunden zu portieren. Allerdings sei ein SIP-Tarif für den Betrieb notwendig. Da einige Provider die Anmeldung über einen fremden Internetzugang ablehnen, ist die Nutzung eines Web-Telefonanschlusses im Vorfeld zu klären. Der SIP-Provider lasse sich dann einfach über ein Template integrieren.
Um eine Kundeninstanz auf der Hyperfonie zu aktivieren, müsse zwangsläufig ein Vertragsmodell ausgewählt werden, wie Bernd Schuster weiter erklärte. Dabei definiert der Fachhändler, wie viele Benutzer des Endkunden an dieser Telefonanlage angebunden werden. Agfeo gibt eine Mindestanzahl von 3 bis maximal 250 Usern vor. Ausserdem braucht jeder User zwingend eine hinterlegte E-Mail-Adresse, um ein eigenes Passwort mittels personalisiertem Link festzulegen. Dies garantiere den Datenschutz der Mitarbeitenden, denn der Administrator habe keine Einsicht mehr.
Sobald die Instanz aktiv ist - laut Schuster innerhalb von 30 bis 60 Sekunden - hat man fünf Tage Zeit, den Vertrag zu unterzeichnen. In dieser Zeit könne der Fachhändler die aktive Instanz für Tests nutzen. "Etwa um zu prüfen, ob die SIP-Provider-Anbindung von eurem Kunden unterstützt wird oder wie gut die Verbindung zu eurem Endkunden ist." Es würden keine zusätzlichen Kosten entstehen, denn die Instanz ist nach der 5-Tage-Frist inaktiv.
Anders als bei lokalen Anlagen ist die Kommunikation mit und über Hyperfonie durchgängig verschlüsselt. Somit würden in der Agfeo-Cloud nur diejenigen Endgeräte eingesetzt werden können, die diese Verschlüsselungsverfahren unterstützen.
Der wichtigste Unterschied zu der Produktlinie ES und HV von Agfeo ist laut Schuster, dass die komplette Userverwaltung bei Hyperfonie in das Web-Verwaltungsportal ausgelagert ist. Somit könne dies nicht über die eigentliche Webkonfiguration erfolgen. Zudem stehen weitere Funktionen wie die Netzwerksuche nach Agfeo-Endgeräten und Autoprovisioning sowie die Integration von Smartconnect-Boxen nicht zur Verfügung.
Preis und Partnerschaft
Nach einer kurzen Pause nahmen die Teilnehmenden mit frischem Rührei und knusprigem Speck wieder ihre Plätze ein. Alexander Schäfer, Key Account Manager DACH bei Agfeo, präsentierte das Preismodell für die neue Cloud-Anlage. Agfeo bietet drei Laufzeitmodelle: monatliche Buchung mit monatlicher Abrechnung und Kündigung, 12-monatige Buchung mit monatlicher oder jährlicher Abrechnung und jährlicher Kündigung. Somit sei monatlich mit höchstens 11.90 Franken pro User zu rechnen. Die beiden jährlichen Optionen würden von 10 und 20 Prozent Rabatt pro User profitieren. "Der Systemadministrator, also derjenige, der nicht telefonieren muss, ist aber kostenfrei", sagte Schäfer.
Alexander Schäfer, Key Account Manager DACH bei Agfeo. (Source: Netzmedien)
Zudem stehen für die Endkunden auch Zusatzoptionen zur Verfügung. Mit dem Premium-Support für 87.50 Franken pro Monat hätten diese laut Schäfer die Möglichkeit, direkt mit dem technischen Supportteam von Agfeo in Kontakt zu treten. Und die Option "tägliches Update" für 12.50 Franken pro Monat könne das komplette System wiederherstellen.
Hyperfonie-Partner von Agfeo würden pro Endkunden selbst entscheiden können, ob sie ein Provisionsmodell oder Reseller-Modell für die Instanz anwenden möchten. "Wir machen das Billing, wir tragen das Risiko, ihr bekommt eine Provision. Beim Reseller-Modell ist es so, dass wir an euch berechnen und ihr berechnet, was auch immer ihr möchtet, weiter." Die Provision soll dabei zwischen 20 und 25 Prozent, je nach Partnerstatus, vom Userpreis erreichen.
Stefan Teschner von Agfeo. (Source: Netzmedien)
Das Mikrofon ging weiter zu Stefan Teschner von Agfeo. Er zeigte die Voraussetzungen, damit Interessierte mit dem Verkauf loslegen können. Dabei müssen diese zuerst als Fachhändler bei Agfeo kostenlos registriert sein. Danach soll lediglich der Hyperfonie-Vertrag auf dem Partnerportal unterzeichnet werden. Die Aktivierung erfolge innerhalb von 24 Stunden.
Marcel Nydegger, CEO und Partner bei Swizzconnexx. (Source: Netzmedien)
Zum Schluss demonstrierte Bernd Schuster die Systemoberfläche der Hyperfonie-Cloud anhand einer Live-Demo. Die Teilnehmenden hatten dabei die Möglichkeit, direkt Fragen zu stellen. Für eine Frage zum Thema Datenschutz - die Agfeo-Server stehen in Deutschland - eilte Marcel Nydegger, CEO und Partner bei Swizzconnexx, zum Mikrofon: "Das DSG-Gesetz sagt, dass innerhalb gewisser Grenzen personenbezogene Daten verschickt und transportiert werden können. Und der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) hat eine Liste publiziert, in welchen Ländern man Daten senden kann." Das sei grundsätzlich die ganze EU minus einigen ausgewählten Ländern. "Darin steht auch, welche Daten, wie viel und unter welcher Klassifizierung", sagte er. Daten von der Schweiz nach Deutschland zu senden, sei "also überhaupt kein Problem".
Fredy Bader, Head of Marketing & Sales und Partner bei Swizzconnexx. (Source: Netzmedien)
Fredy Bader machte als Abschied noch auf die Aktion Mission 5 aufmerksam: "Wieso das Mission 5 heisst, möchte ich nicht weiter darauf eingehen, weil es auch mit der Fussball-WM zu tun hat und da will ein gewisses Land einen fünften Stern auf sein Dress, was ich nicht gerne möchte." Während das Publikum lachte, erklärte Bader, dass bis zum 5. Juni eine Rabattaktion laufen werde.
Übrigens: Statt Zopf gab es letztes Jahr Würstchen. Beim BBQ-Event in Wohlen von Swizzconnexx, Agfeo und Lancom ging es um Datenhoheit, KI-Nutzung und Produktneuheiten. Lesen Sie hier mehr dazu.
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