Toshiba schliesst drei Chipfabriken
Der Elektrokonzern Toshiba plant, drei seiner Werke in Japan zu schliessen.
Toshiba reagiert auf die Wirtschaftskrise. Diese lasse die Nachfrage nach Computern und CE-Produkten besonders in den USA und dem EU-Raum schrumpfen. Zusätzlich erschwere der starke Yen den Export. Deswegen habe das Unterenehmen beschlossen, seine Produktionsstätten in Hamaoka, Kitakyushu und Mobara zu schliessen.
Die betroffenen Mitarbeiter würden intern weiterbeschäftigt, teilte der Elektronikkonzern gestern schriftlich mit. Zusätzlich werde in weiteren Werken die Produktion im Dezember und Januar zurückgefahren und zeitweise ausgesetzt.
Ziel: Wettbewerbsfähigkeit steigern
Die angekündigten Massnahmen seien Teil eines Restrukturierungsplans, mit dem Toshiba seine Wettbewerbsfähigkeit steigern und sich auf Produkte mit höherer Wertschöpfung konzentrieren möchte. Mit der Restrukturierung würde der Standort Himeji als Entwicklungszentrum für Halbleitertechnik und kleine Geräte gestärkt. Bei Toshiba Buzen werden künftig Assemblierungs- und Verpackungstechniken für optische Halbleiter entwickelt.
Für Kaga Toshiba, einer Produktionsstätte für den sogenannten "Power Semiconductor Front End Process", sehen die Pläne vor, die Kapazität für die 8-Zoll-Wafer-Produktionsreihe zu erhöhen. Beim "Front-End-Prozess" werden auf einen blanken Wafer die Chipstrukturen aufgetragen. Beim "Back-End-Prozess" werden die Chips aus dem Wafer ausgeschnitten, getestet, und weiter verarbeitet.
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