Es hat sich ausgespart
Nächstes Jahr werden Unternehmen wieder vermehrt Geld für IT ausgeben. Der Sparzwang der letzten Jahre scheint zu Ende zu gehen. Nur die öffentliche Hand wird weiter sparen. Doch gerade das bietet neue Möglichkeiten.
Sofern eine substanzielle Finanzkrise vermieden werden könne, sehen die Analysten von Gartner für nächstes Jahr "substanzielles Wachstum". Neusten Schätzungen zufolge werden Unternehmen nächstes Jahr weltweit mit 2,68 Billionen US-Dollar rund 2,5 Prozent mehr für IT ausgeben als dieses Jahr. Viele Unternehmen hätten bereits in den vergangenen Jahren ihre IT-Ausgaben zurückgefahren. Langfristig seien die Spielräume für weitere Kosteneinsparungen aber ausgeschöpft.
Bei den Unternehmen sollen besonders das produzierende Gewerbe und Rohstoffunternehmen in IT investieren. Gartner schätzt, dass Firmen beider Bereiche nächstes Jahr ihre Ausgaben um 2,3 Prozent auf 478 Milliarden Dollar erhöhen werden. Künftig werde hier mit neuen Entwicklungen wie Social IT, Mobile, und Big Data Geld zu verdienen sein. Auch der Markt für Cloud Computing werde weiter wachsen.
Transportwesen investiert 4 Prozent mehr
Ein vergleichsweise starkes Wachstum prophezeien die Marktforscher dem Banken- und Sicherheitssektor. Dieser wachse um 3,5 Prozent auf 460 Milliarden Dollar. Der Sektor gilt als besonders IT-intensiver Industriebereich, in dem im Verhältnis zum Umsatz rund dreimal soviel für IT ausgegeben werde, wie in der restlichen Industrie.
Kurzfristig würden auch die Bereiche Transport und Versicherung mehr in IT investieren. Im Transportwesen sollen nächstes Jahr mit 126 Milliarden Dollar voraussichtlich über 4 Prozent mehr ausgegeben als dieses Jahr.
Sparen bietet Chancen
Die IT-Ausgaben der Versicherer sollen von 179 Milliarden Dollar dieses Jahr, auf 187 Milliarden Dollar nächstes Jahr wachsen. Nur die öffentliche Hand werde weiter sparen: Dieses Jahr würden die Ausgaben gegenüber dem Vorjahr bereits um 2 Prozent auf 447 Milliarden Dollar sinken. Nächstes Jahr würde der öffentliche Sektor seine Ausgaben voraussichtlich um weitere 2 Milliarden Dollar zurückfahren.
Diese Situation biete aber Chancen für den Fachhandel. Denn viele IT-Abteilungen müssten sich modernisieren ohne mehr Geld ausgeben zu können. Das biete Raum für IT-Innovationen und die Möglichkeit für junge Hersteller die etablierten zu verdrängen.
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