Watchguard-Event

Weshalb Managed Security Services immer wichtiger werden

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von Eric Belot und kfi

Watchguard hat am 1. Juli zu einem interaktiven Event eingeladen. Thema waren der Einfluss von Homeoffice auf die Cybersecurity und das Zukunftspotenzial von Managed Security Services.

Watchguard und Partner sprachen am gemeinsamen "Pressefrühstück" zu Cybersicherheit und gaben Tipps für die erfolgreiche Vermarktung von Sicherheitslösungen. (Source: Song_about_summer / AdobeStock)
Watchguard und Partner sprachen am gemeinsamen "Pressefrühstück" zu Cybersicherheit und gaben Tipps für die erfolgreiche Vermarktung von Sicherheitslösungen. (Source: Song_about_summer / AdobeStock)

Watchguard, ein US-amerikanischer Anbieter für Sicherheitslösungen, hat am 1. Juli zu einem interaktiven Event eingeladen. Im Zentrum stand bei den Präsentationen und der anschliessenden offenen Fragerunde die Frage nach der Zukunft von Managed Security Services für Reseller und deren Endkunden.

Zunehmende Dezentralisierung

Den Event eröffnete Paul Moll, Senior Field Marketing Manager CEUR bei Watchguard. Er präsentierte die Ergebnisse einer von Watchguard in Auftrag gegebenen und vom Marktforscher Canalys durchgeführten Studie zum Thema MSP der Zukunft. Bei Watchguard hätten Managed Security Services oberste Priorität. Das Unternehmen wolle Partner auf dieser Reise mitnehmen.

Paul Moll, Senior Field Marketing Manager CEUR bei Watchguard. (Source: Watchguard Technologies)

Laut Moll fand mit der Pandemie ein schneller Wechsel zu Remote-Arbeit statt. "Dabei kam es an auf Flexibilität und Innovation". Mit der zunehmenden Dezentralisierung - beispielsweise durch Accesspoints im Homeoffice - würden immer mehr Cloud-basierte Ressourcen und nicht-gemanagte Endgeräte verwendet. IT-Schwachstellen nehmen dadurch zu.

Managed Services immer wichtiger

Wie die Studie von Canalys zeigt, verschärften sich mit der zunehmenden Digitalisierung Datenpannen. Von den seit 2005 laut Studie 55 Milliarden kompromittierten Datensätzen wurden demnach 77 Prozent in den letzten zwei Jahren kompromittiert.

Entsprechend brauche es längerfristige Investitionen für eine neue IT-Umgebung mit neuen Services im hybriden Arbeitsmodell sowie mehr Sensibilisierung für Cybersicherheit. Die Canalys-Studie zeige laut Moll, dass Managed Services für Partner zur Priorität werden. Entsprechend erwartet die Canalys-Prognose im EMEA-Cybersicherheits-Markt zunehmende Umsätze. Entscheidend sei laut Moll für die Partner, dass sie - um ihren Gewinn steigern zu können - ihr eigenes "Betriebssystem" entwickeln.

Angebot für Partner auf Plattform gebündelt

Michael Haas, Regional Vice President Central Europe, stellte das Sicherheitsangebot von Watchguard genauer vor. Ziel von Watchgard ist laut Haas, Partnern eine Unified-Security-Plattform mit Sicherheitslösungen zur Verfügung zu stellen. Diese soll Lösungen in den Bereichen Netzwerksicherheit, Endpunkt-Sicherheit, Multifaktor-Authentifizierung und Wi-Fi-Sicherheit bieten. Damit sollen diese als Service Provider agieren und Kunden einen Mehrwert - schnelle Reaktion auf Sicherheitsrisiken - bieten können. Die Plattform von Watchguard sei für Partner aller Grössen gedacht.

Watchguard gab Resellern Tipps für das Angebot von Managed Services. (Source: Screenshot)

Watchguard bietet Vertriebspartnern seine Sicherheitslösungen auf drei Wegen an: durch Verkauf eines fertigen Produktes, über ein Punktesystem und durch Subscription - die gängigste Variante. Jeder MSP kann laut Haas seine Vertriebsvariante selbst wählen. Wichtig sei laut Haas das kundenspezifische, möglichst automatisierte Angebot nach dem Zero-Trust-Prinzip: Erst wenn Sicherheit gänzlich sichergestellt ist, soll Kommunikation stattfinden.

Michael Haas, Regional Vice President Central Europe bei Watchguard. (Source: Watchguard Technologies)

Automatisierung schwierig - Angebot bereits verfügbar

Hermann Ramacher, Geschäftsführer von ADN, antwortete auf die Frage, ob ein Reseller heute MSP sein müsse: "Jeder Reseller ist gut beraten, in dieses neue Businessmodell einzusteigen." Die Endkunden verlangten dies. Reseller müssen vermehrt skalierbare MSP-Dienste zur Verfügung stellen.

Hermann Ramacher, Geschäftsführer von ADN. (Source: ADN)

Thomas Boll, CEO von Boll Engineering, antwortete auf die Frage, welche veränderten Anforderungen sich an die Hersteller von Sicherheitsprodukten stellen: "Die Automatisierung darf nicht bei der Distribution anhalten, sondern muss bis zum Partner durchgezogen werden." Hersteller sollten Konfiguration und Anwendung der Applikation mithilfe einer Plattform zur Verfügung stellen, auf der Partner das Angebot ändern können.

Thomas Boll, CEO von Boll Engineering. (Source: Boll Engineering)

Auf Nachfrage erklärt Haas, die Unified Service Plattform sei bereits verfügbar. Jedoch sei dies noch nicht bei allen Distributoren weltweit gleich leicht. In der Schweiz sei das Angebot in einigen Tagen vollständig verfügbar.

Übrigens: Boll, der Schweizer Vertriebspartner von Watchguard, hat sein Sales-Team verstärkt. Bernhard Aregger betreut als neuer Sales Engineer die Channel-Partner für Produkte von Kaspersky, Watchguard/Panda und Seppmail. Mehr dazu können Sie hier nachlesen.

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DPF8_222172

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