"Mit dem Assemblieren allein ist nicht mehr viel Geld zu verdienen"
Simon Rey, Geschäftsführer von PC4All, beantwortet Fragen zum Thema Assemblierermarkt und zur allgemeinen Entwicklung des PC-Markts.
Wie muss sich der Handel aufstellen, um im PC-Business Geld zu verdienen?
Simon Rey: Meine Lieblingsfrage! Die Antwort darauf lautet in der Regel: "Er muss Dienstleistungen dazu verkaufen." Und obwohl ich das sehr bedauere, ist es offenbar wahr – erst kürzlich musste ja wieder ein reiner Assemblierer die Segel streichen. Der Handel scheint diesen traurigen Zustand akzeptiert zu haben – er hat ihn ja schliesslich auch geschaffen. Als logische Konsequenz ist mit dem Assemblieren und Verkaufen von PCs allein nicht mehr viel Geld zu verdienen. Ausnahmen bilden – wie in diversen anderen Bereichen – wohl nur die wenigen "Grossen" am Markt, wie etwa Steg Computer, die eine rentable Menge an verkauften PCs erreichen.
Wie hat der Launch von Windows 8 das PC-Geschäft beeinflusst?
Das kann ich nur für unseren Betrieb beantworten: Unsere Erwartung war, dass der Launch von Windows 8 das PC-Geschäft nicht beeinflussen würde. Wir sehen uns im Alltag in unseren Erwartungen bestätigt. Der Wechsel zu Windows 8 verlief unspektakulär und viel sanfter als damals der Wechsel zu Windows 7.
Wie hat der Tablet-Boom das PC-Geschäft verändert?
Ich bin der Meinung, dass die Tablets den Notebooks das Wasser abgraben und nicht den (Desktop-)PCs. Somit ändert sich durch die Tablets allein nichts am PC-Geschäft. Hingegen verdrängt das stetige Wachstum des gesamten Mobile-Marktes, der für Assemblierer von PCs keinen grossen Reiz hat, die Desktop-PCs immer mehr.
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