Fitbit steigert sich um 36 Prozent

Apple reisst Smartwatch-Markt runter

Uhr | Aktualisiert
von Coen Kaat

Die Apple Watch strauchelt – und der Smartwatch-Markt folgt. Die Auslieferungen gingen stark zurück. Fitbit dominiert derweil das Geschäft mit den weniger intelligenten Wearables.

Apple Watch in Gold. (Quelle: Apple)
Apple Watch in Gold. (Quelle: Apple)

Der weltweite Markt für Wearables hat ein solides zweites Quartal 2016 abgeschlossen. Insgesamt wurden über 9 Millionen Einheiten ausgeliefert, wie die Analysten von Canalys mitteilen. Die Zahl beschränkt sich auf sogenannte Basic Bands. Also Geräte, die über eine beschränkte eigene Intelligenz verfügen und auf eine Verbindung zum Smartphone angewiesen sind.

Für Fitbit lief das Quartal besonders gut. Die Auslieferungen stiegen um 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der amerikanische Hersteller hat seine ärgsten Konkurrenten wie etwa Jawbone aus dem Markt gedrängt. Dies ermöglichte gemäss Mitteilung das Wachstum.

An zweiter und dritter Stelle folgten Xiaomi und Garmin. Die Hersteller lieferten im zweiten Quartal fast 3 Millionen beziehungsweise 700‘000 Einheiten aus.

Apple verliert massiv

Nicht so rund lief es im Smartwatch-Geschäft. Im zweiten Quartal 2016 wurden etwa 3,5 Millionen Smartwatches ausgeliefert, wie IDC mitteilt. Der Markt liegt somit 32 Prozent unter dem Vergleichswert vom Vorjahr.

Dabei lieferten alle Hersteller in der Top 5 mehr Einheiten aus als im Vorjahr. Alle, bis auf Apple. Der Marktführer knickte ein und zog den gesamten Markt mit sich. Die Auslieferungen für den Hersteller aus Cupertino brachen um 55 Prozent ein.

Der Vergleich ist jedoch nur bedingt fair. Das Vergleichsquartal war zugleich die Markteinführung der Apple Watch. Damals lieferte der Hersteller 3,6 Millionen Einheiten aus. Die Zahl fiel nun auf 1,6 Millionen. Der Marktanteil von 72 auf 47 Prozent.

Auf den Plätzen 2 bis 5 steigerte Samsung seine Auslieferungen derweil um 51 Prozent, Lenovo um 75 Prozent, LG um 26 Prozent und Garmin um 25 Prozent. Und dennoch kamen die vier Hersteller nicht an Apple ran: gemeinsam lieferten sie nur 1,3 Millionen Einheiten aus.

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